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Grundsteinlegung für die neue Residenz der „Fondation Félix Chomé“

Am 19. Oktober wurde in der hauptstädtischen Rue d'Eich der Grundstein für die neue Seniorenresidenz der Stiftung „Félix Chomé“ gelegt. Gleich neben dem bestehenden Wohnheim für Menschen mit geringem Einkommen entsteht ein neues Gebäude mit 59 Studios, in das die Bewohner voraussichtlich 2014 ziehen können.

Die existierende Seniorenresidenz wurde bereits 1976 eingeweiht und hätte nun einer umfangreichen Renovierung unterzogen werden müssen, um den aktuellen Normen zu entsprechen. Dieses Unterfangen wäre technisch sehr komplex gewesen, der Umzug und die zwischenzeitliche Unterbringung der Bewohner hätten weitere Probleme mit sich gebracht. Somit hat sich der Verwaltungsrat der „Fondation Félix Chomé“ dazu entschieden, ein neues Gebäude auf dem ihr eigenen Grundstück zu bauen. Für das alte Wohnheim soll späterhin ein anderer Verwendungszweck, ebenfalls im sozialen Bereich, gefunden werden.

Marlyse Neuen-Kauffman, Präsidentin des Verwaltungsrats, bedankte sich bei allen, die zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben – besonders bei den freiwilligen Mitarbeitern der Stiftung. Bei Wohnungsbauminister Marco Schank, der gemeinsam mit Familien- und Integrationsministerin Marie-Josée Jacobs an der Grundsteinlegung teilnahm, bedankte sich die Präsidentin besonders für die substantielle finanzielle Hilfe beim Bau dieser Struktur für betreutes Wohnen. „Die Nachfrage an Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen steigt. Wir sind froh, das soziale Werk der 1972 gegründeten Stiftung Félix Chomé weiterführen und ausbauen zu können“, so Marlyse Neuen-Kauffman.

„Félix Chomé und Alice Chomé-Bastian handelten mit Weitsicht“, kommentierte Familienministerin Marie-Josée Jacobs die Gründung der Stiftung. Sie wies auch darauf hin, dass die Stiftung ein Altersheim für Personen mit geringem Einkommen in Portugal eröffnet hat. „Für die Arbeiter, die den Reichtum Luxemburgs mit aufgebaut haben und im Alter in ihr Heimatland zurückkehren wollten“, erklärte die Ministerin. Sie begrüßte die doch zentrale Lage der Seniorenresidenz, die den Bewohnern die Möglichkeit biete, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

„Jede Wohnung in Luxemburg zählt, jede subventionierte Wohnung zählt und jede Wohnung für ältere Menschen“, meinte Wohnungsbauminister Marco Schank, dessen Ministerium den Bau mit 9,7 Millionen Euro zu 75 Prozent subventioniert. Bürgermeister Paul Helminger sagte, jeder solle sich in der Hauptstadt wohlfühlen können und er sei erfreut über ein weiteres Wohnheim für Menschen, denen weniger Einkommen zur Verfügung steht.

Die neue Seniorenresidenz wird sieben Stockwerke mit insgesamt 59 Studios umfassen. Die lichtdurchfluteten Wohnungen, die den Bedürfnissen von Personen mit eingeschränkter Mobilität entsprechen, sind jeweils 35 m2 groß. Sie verfügen über eine kleine Einbauküche, ein Wohn- und ein Badezimmer. Zu jeder Wohnung gehört auch ein Keller.

Um in den Genuss einer Wohnung in der Seniorenresidenz zu kommen, müssen die Bewerber mindestens 60 Jahre alt sein und über ein geringes Einkommen verfügen. Sie dürfen kein persönliches Vermögen besitzen. Auch müssen die Personen die letzten drei Jahre vor der Antragstellung im Großherzogtum leben sowie in der Lage sein, ihren Haushalt noch selbstständig zu führen.(mim / Foto: Guy Jallay)