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Herbstfest ALPADOC zum Weltschmerztag

Am 11.10. 2015 organisierte ALPADOC ein Fest zum Weltschmerztag.
Hauptziel war die Informationsvermittlung, sowohl für Betroffene, als auch für Interessierte im Allgemeinen.
Bei den Vorträgen wurden verschiedene Bereiche beleuchtet. Prof. Dr. Anton Fernand sprach über den wissenschaftlichen Teil, das Forschungsprojekt der Uni Luxemburg über Entstehung von Schmerzzuständen und die körpereigene Kontrolle derselbigen. Dr. Hugo Boss erläuterte die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten in einer Schmerzklinik und erklärte die Wichtigkeit einer multimodalen Therapie. Erick Jovanneau wies darauf hin, dass auch alternative Methoden, wie die traditionelle chinesische Medizin, gerade bei chronischen Schmerzerkrankungen sehr hilfreich sein können. Und schlussendlich zeigte Martin Zovak auf, wie sich der Patient selbst helfen kann, sein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen und sich nicht von seinem Leiden unterkriegen zu lassen.
Die Teilnehmer konnten auf diesem Wege sehr viele neue und interessante Erkenntnisse gewinnen, die ihnen bei der Bewältigung ihrer Krankheit, der Pflege betroffener Familienmitglieder oder in ihrem beruflichen Alltag, behilflich sein können.
Es ist für Patienten sehr wichtig, sich über ihre Erkrankung zu informieren und mit eigenem Einsatz ihr Leben trotz Schmerzen lebenswert zu gestalten, um so mehr, da die multimodale Schmerztherapie in Luxemburg immer noch nicht offiziell anerkannt ist. Die zwei Schmerzzentren, die im Plan hospitalier für 2014! vorgesehen waren, werden nun doch nicht umgesetzt, da der Krankenhausplan verworfen wurde. Die Schmerzklinik der Zitha ist jetzt komplett geschlossen, nicht nur für neue Patienten. In einigen Krankenhäusern wird Schmerzbehandlung von sehr engagiertem Personal auf mehr oder weniger freiwilliger Basis angeboten, jedoch ohne die nötige finanzielle und personelle Unterstützung des Staates oder der CNS. Das Gesundheitsministerium hat allein dem CHL für 2016 Finanzierungsmittel zur Verfügung gestellt, 145.000€, wobei es sich wohl auch eher um einen Tropfen auf den heißen Stein handelt.
Das Herbstfest von ALPADOC diente nicht nur der Information, sondern sollte auch ein gemütliches Zusammenkommen von Betroffenen, ihren Familien und jedem, der einen netten Tag verbringen wollte, sein. Deshalb gab es noch je ein Konzert mit der „Chorale Princesse Marie Astrid & Singing Ladies“ und der Jugendband „Drawn together“. Zusätzlich fand den ganzen Tag über ein Hobbymarkt statt, wo jeder sich an mit viel Liebe hergestellten Artikeln erfreuen konnte und so bestimmt auch das eine oder andere Geschenk gefunden hat.
ALPADOC bedankt sich bei jedem, der durch seine Unterstützung dieses Fest ermöglicht hat, insbesondere bei den Referenten, den Ausstellern, den Musikern, der Gemeinde Sanem, sowie bei Cora, BC Solutions, Lettrage Langehegermann, Südgaz, Banque Caisse Raiffeisen, Boulangerie Bof, Baumarkt Globus und Cactus für die Sachspenden