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Erstes „Steampunk“-Festival in Fond-de-Gras

Im Industrie- und Eisenbahnpark in Fond-de-Gras fühlte man sich am Wochenende um mindestens ein Jahrhundert zurückversetzt. Dort begegneten den Besuchern Menschen in Kleidern aus längst vergangenen Tagen. Viele von ihnen trugen auch recht seltsame Gegenstände bei sich. Für das etwas skurrile Treiben gab es aber eine Erklärung. In Fond-de-Gras fand nämlich des erste „Steampunk“-Festival statt.

Hinter dem Begriff „Steampunk“ versteckt sich eine Bewegung, die als literarische Strömung in den 1980er-Jahren begann und sich nach und nach als kulturelle Bewegung in Europa ausbreitete. In Luxemburg hat sie erst wenige Anhänger. Die Mitglieder inspirieren sich an Jules Verne und der viktorianischen Epoche. Dementsprechend kleiden sie sich auch.

Deshalb sah am Wochenende in Fond-de-Gras auch alles aus, wie in einer Zeit, in der noch alles mit Dampfmaschinen betrieben wurde. So konnte man bekannten Personen begegnen wie etwa Sherlock Holmes, dem Künstler von „Gobelin Vapeur“ oder aber „Horatius Steam“.

Das bunte Treiben wickelte sich in der Paul-Wurth-Halle und rund um die Halle ab. Dort hatten die Besucher die Gelegenheit, eine Zeitreise in längst vergangene Tage zu unternehmen.

Die Veranstaltung wandte sich aber nicht nur an Insider, sondern an alle, und das sowohl an Erwachsene als auch an Jugendliche und Kinder. Die verschiedenen, im Steampunk-Stil gekleideten Teilnehmer, die den Besuchern dort begegneten, hätten geradewegs aus Filmen wie „Wild Wild West“, die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen oder Hellboy stammen können. Nicht alltäglich war auch die Unterhaltung, die den Gästen geboten wurde.

So gab es Auftritte der Künstlerinnen Trixie Mehlinger und Lynn Schockmel. Für den passenden Ton sorgten die Gruppen „Cyberpipers“ und „Drachenflug“. Wer die Zeitreise fortsetzen wollte, der konnte auf einem echten viktorianischen Markt Einkäufe tätigen. Und das, was dort angeboten wurde, war auch nicht der Kategorie „alltäglich“ zuzuordnen. Den Besuch auf dem ersten Festival konnte man natürlich auch mit einer Fahrt mit der Museumsbahn verbinden. Das gute alte Dampfross verkehrte in regelmäßigen Abständen zwischen Petingen und Fond-de-Gras.

Als Alternative dazu wurden Fahrten mit der historischen Grubenbahn mit Abfahrt in Lasauvage angeboten. (rsd)