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Helden die Geschichte schrieben. Luxemburg in der Ardennenoffensive

Collectionneurs de Véhicules militaires on Tour.


Am Samstag den 13. April 2019 trafen sich die Sammler von historischen

Militärfahrzeugen aus dem 2. Weltkrieg in Erpeldange ( Ettelbr. ) zu einer

Rundfahrt ins Ösling bei winterlichen Wetterverhältnissen.

Für die Mittagspause endete die Fahrt in Dahl und zwar auf dem sogenannten

Aasterthof .

Die Inhaberin des Aasterhofes Frau Lucie Leners empfing die Besucher sehr

herzlich und schilderte den Versammelten Fahrern Ihre Erlebnisse, sowie das

grausame Gefecht was sich auf Ihrem Gehöft während der Ardennen Offensive

zugetragen hatte.

Frau Leners erzählt:

Staff Sergeant Day G. Turner befehligte eine 9 Mann Abteilung, die zwischen

Dahl und Nacher eine wichtige Flankenstellung halten sollte.

Als eine übermäschtige Anzahl Feinde unter Artillerie-Mörser-und Werferfeuer

vorrückte, zog er seine Abteilung in nahe gelegene Aastert Gehöft zurück, fest

entschlossen es bis zum letzten Mann zu verteidigen.

Der Feind griff immer wieder an, wurde aber durch die tapferen Gis immer

wieder zurück geschlagen. Mit Panzerunterstützung konnten jedoch

schlussendlich die Angreifer eindringen, doch der unerschrockene Sergeant

weigerte sich zu ergeben obschon 5 seiner Männer verwundet, und einer

getötet worden war. Er warf einen brennenden Benzinkanister auf die erste

Welle der Angreifer, kämpfte hartnäckig Mann gegen Mann von Raum zu

Raum weiter. Er warf Handgranaten, erstach zwei deutsche Soldaten mit

seinem Bajonett die zu einer Tür hereinstürmten, und kämpfte mit den Waffen

der Gegner weiter als seine Munition zu Ende ging.

Der wilde Kampf dauerte 4 Stunden und schließlich als nur noch drei seiner

Männer unverletzt waren, ergab sich der Feind.

Fünfundzwanzig deutsche Soldaten einer SS Einheit ergaben sich und wurden

gefangen genommen, elf waren tot und eine große Zahl waren verwundet.

Sgt. Turners Widerstand wird ein vorbildliches Beispiel für seine Kameraden

bleiben.

Genau einen Monat später fiel Sgt. Day G. Turner am 8. Februar 1945 beim

Ansturm auf einen Bunker des Westwalls auf deutschem Boden gegenüber

Wallendorf.

Nachdem Frau Lucie Leners Ihre Erzählungen beendet hatte legten die

Besucher ein Blumengebinde beim Denkmal nieder, das zu Ehren der tapferen

amerikanischen Soldaten im Vorgarten des Gehöfts errichtet wurde.

Frau Leners Stellte Ihre Halle zu Verfügung in der Sie Ihren Besuchern sehr

Gastfreundlich entgegen kam.

Bei einer kurzen Ansprache bedankte sich Vize- President Ernest Wagner

herzlich bei Frau Leners und wünschte Ihr noch viele gesunde Jahre im Kreis

Ihrer Familie.

President Marc Heiderscheid überreichte der Freundlichen Gastgeberin ein

passendes Geschenk über welches Sie sehr erfreut war.

Beim Mittagessen in gemütlicher Atmosphäre war reichlich Gesprächsstoff

vorhanden, bis die Besucher am Nachmittag wieder mit Ihren historischen

Fahrzeugen die Heimreise antraten.

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