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Zu Ehren des UNESCO-Weltkulturerbes bei uns: Am Pfingstdienstag ruht die Arbeit!

Schnell noch eine gute Tat, bevor wir Sonntag haben: Die öffentliche Petition für einen gesetzlich festgelegten Feiertag am Pfingstdienstag unterschreiben!


Noch knappe 24 Stunden, und es ist Sonntag.Und vor dem Sonntag haben wir den Samstag, der für viele unserer Mitmenschen der erste Tag der Woche ist. Schön dass heutzutage an diesen beiden Tagen generell die Arbeit ruht. Ausgenommen sind die Menschen, die für uns arbeiten, damit wir feiern können. Ihnen sind wir zum Dank verpflichtet!


Dazu kommen im Laufe des Jahres freie Tage, die so für uns nicht in Luxemburg bestehen. So feiert man in Belgien und in Frankreich jeweils an einem Feiertag das Ende des ersten und des zweiten Weltkrieges. Wir in Luxemburg feiern dagegen eher den Pfingstdienstag, obwohl wir an diesem Tag nicht frei haben. In Echternach findet an diesem hohen Festtag alljährlich die Springprozession statt. Unter Beteiligung von sehr vielen Menschen von nah und fern. Sie ist einzigartig und ein wertvolles Kultugut für alle Menschen, die ein Herz für altes Brauchtum in Luxemburg haben. Das Volk hat diese tanzende Prozession geschaffen, denn die katholische Kirche war anfänglich gar nicht begeistert über eine Prozession, wo das Volk, anstatt zu beten, Sprang. Denn einst war stets beim Tanzen der Satan dabei. Nach den Befürchtungen der Geistlichkeit.


Die UNESCO sah sich das Geschehen in Echternach genau an und kam zu dem Entschluss, dass diese prächtige, sehr muntere Prozession in ihrer Eigenart unbedingt zum Weltkulturerbe gehört. Und so wurde unsere Echternacher Springprozession zu unserem Luxemburger immateriellen UNESCO Weltkulturerbe. Die lebt durch die alljährliche Beteiligung von vielen Menschen und Musikgruppen, am Pfingstdienstag, an der Prozession.


Unseren "Willi" sagen die Einwohner der Karibikinsel Curacao, circa 8.000 Km von Luxemburg, wenn sie von dem Heiligen Willibrord sprechen. Und vor Jahren haben die Einwohner dieser sehr einladenden Insel ihre Anhänglichkeit an den Heiligen bezeugt in dem sie die so herrliche Kirche (auf dem Bild hoch oben) errichteten. Sie liegt auf einer Anhöhe und kann nicht übersehen werden. Ich durfte letztes Jahr dort sein und brachte das Bild mit.


Zum Schluss komme ich zur Perle der Architektur aus vergangenen Zeiten, was ohne weiteres die Altstadt von Luxemburg ist. Wer einmal auf der Corniche stand und ins Tal der Alzette blickt, der ist überrascht von der erhabenen Schönheit der Unterstädte Grund, Pfaffenthal und Clausen. Kein Wunder demnach, dass unsere Altstadt, u.a. mit der Abtei Neumünster, den Label materielles UNESCO Weltkulturerbe" erhielt.


Bevor es richtig Sonntag wird, haben sie, geehrte Leser, die Möglichkeit noch eine gute Tat zu tun, indem sie auf der Internetseite der "Chambre des Députés Luxembourg" die öffentliche Petition unterschreiben, in der gewünscht wird, dass der Pfingstdienstag ein so richtiger nationaler Gedenktag für die von der UNESO in Luxemburg klassierten Weltkulturgüter wird. An dem soll die Arbeit ruhen, da gesetzlicher Feiertag. Denn wo auch immer Festlichkeiten stattfinden werden, so am Morgen in Echternach und am Nachmittag in der Altstadt, vielleicht in den Abendstunden rundum eine Kirche, wo wir altes Brauchtum aufleben lassen, sollen alle Einwohner Luxemburgs nach Herzenslust die beste Möglichkeit zum Mitmachen haben.


Ich denke da insbesondere an die aktive Beteiligung der Mitglieder der Vereine an den verschiedenen Veranstaltungen, Denn Hand aufs Herz: Was wäre die Springprozession in Echternach ohne Instrumentalmusik und Chorgesang?