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Mais hacken, Grundwasser schützen

Gemeinde Contern leistet Pionierarbeit für besseren Quellenschutz

Nach der Ausweisung der Wasserschutzzonen startete die Gemeinde Contern im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer und den lokalen Landwirten das Pilotprojekt „Mais hacken“, das auf 104 Hektar einen grundwasserschonenden Maisanbau ermöglichte. Mit der allgemein positiven Bilanz des ersten Jahres entschloss sich der CSV-LSAP-Schöffenrat, die notwendigen Maschinen, einen Striegel zur mechanischen Unkrautbekämpfung sowie eine Maishackmaschine zu erwerben.

Bei der offiziellen Inbetriebnahme gab Umweltschöffe Tom Jungblut die nötigen Erklärungen: Unter Maishacken versteht man eine leicht mechanische Bodenbearbeitung um den Mais von Unkraut zu befreien. Hierbei werden die Wurzeln des Unkrauts verschüttet oder zerstört. Damit die Kulturpflanze keinen Schaden nimmt, wird bei diesem Verfahren mit modernster GPS-Technik gearbeitet. Jedes gesäte Korn hat eine GPS-Koordinate, welche im Computer des Traktors gespeichert ist.

Bürgermeisterin Marion Zovilé-Braquet sprach von einer Abmachung mit der Nachbargemeinde Weiler-la-Tour, welche auch auf die Maschinen zurückgreift. Die Koordination hat Moritz Colbus von der Landwirtschaftskammer übernommen.

Dank der kommunalen Initiative und der Teilnahmebereitschaft der lokalen Landwirte werden keine oder nur noch geringe Mengen an Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Das Verfahren ermöglicht allgemein eine konsequente Einschränkung des Herbizid-Einsatzes so dass der Impakt der landwirtschaftlichen Produktion und die negativen Auswirkungen auf vor allem das Quellenwasser auf ein Mindestmaß reduziert werden. Die Gemeinde Contern und ihre Landwirte sind auf dem richtigen Weg