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Virtuelle Generalversammlung 2021 des MBR Lëtzebuerg

Ad Foto : Der neue Geschäftsführer Carlo Birchen wird ab April die Verwaltungs- und Organisationsaufgaben des laufenden MBR-Betriebes übernehmen.


Alternativ zu einer auf Grund der COVID-19-Pandemie Verschiebung der jährlichen Hauptversammlung nutzte die landwirtschaftliche Genossenschaft MBR Lëtzebuerg (Maschinen und Betriebshilfsring Lëtzebuerg, association agricole)) vor kurzem die Möglichkeit, ihre 8. statutarische Generalversammlung ohne physische Anwesenheit ihrer Mitglieder per Videokonferenz durchzuführen. Neben zahlreichen Ehrengästen waren 45 stimmberechtigten Interessierte zugeschaltet.

Aufgabe der im Jahre 2013 aus der Fusion von drei landwirtschaftlichen Vereinigungen entstandene Genossenschaft MBR mit zurzeit 1540 Mitgliedern ist es, die organisierte Nachbarschaftshilfe auszubauen mit dem Ziel, die Kosten und Risiken in allen Bereichen der Arbeitserledigung herabzusetzen. Die überbetriebliche Zusammenarbeit konzentriert sich dabei auf die Bereiche Landwirtschaft, Weinbau, Gartenbau, Forstwirtschaft und Landschaftspflege, insbesondere durch die Vermittlung von Maschinen und Betriebshelfern sowie die Förderung neuer Techniken und Maßnahmen, die zum ökonomischen und sozialen Fortschritt der Mitglieder beitragen.

In ihrer Ansprache kündigte Präsidentin Louise Frieseisen ihren Rücktritt nach mehr als 30 Jahren Vorsitzende an und sah den MBR in guten Händen, die es erlauben, die Betriebe weiterhin unter sozialverträglichen Bedingungen zu bewirtschaften und ein ansprechendes Einkommen zu erzielen.

Geschäftsführer Jean-Marie Schilling erinnerte in seinem Aktivitätsbericht 2020 daran, dass mit maßgeschneiderten Schritten die Covid-Pandemie bis dato relativ erfolgreich gemeistert wurde. In den Detailzahlen und Verrechnungswerte sind die Auswirkungen der Corona allerdings zu erkennen.

Aufsichtsrat-Präsident Claude Meyers sah positive faktenbasierte Daten und keine Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung. Die Berichte und Bilanzen wurden mehrheitlich gutgeheißen.

Per I-Voting wurden unter drei Kandidaten Jules Mergen und René Wissen auf zwei freie Vorstandsposten gewählt. Mitglied des Führungsgremiums sind ebenfalls Sven Patz, Marco Clees, Roland Enders, Laurent Frantz, André Laugs, Aline Peping, Romain Pletschette, Pol Schmit und Aloyse Schroeder. Die Gesamtheit des Vorstandes wählt demnächst unter ihren Mitgliedern den Präsidenten und einen oder mehrere Vize-Präsidenten. Der Aufsichtsrat besteht aus Präsident Claude Meyers und den Mitgliedern Claude Heuertz, Paul Mangen und Marc Meyer.

In sympathischen Statements würdigte das gesamte Mitarbeiterteam den engagierten Einsatz von Präsidentin Louise Frieseisen zu ihrem bevorstehenden Abschied: Über drei Jahrzehnte war sie ein fester und prägender Bestandteil des MBR. Auch Staatsminister Xavier Bettel in einer elektronischen Message und Landwirtschaftsminister Romain Schneider im Online-Chat fanden anerkennende Worte für die scheidenden Präsidentin, die in der Luxemburger Landwirtschaft viele fortschrittliche Spuren hinterlässt. In seiner Intervention betonte Romain Schneider ebenfalls das verantwortungsvolle Engagement von Jean-Marie Schilling, der am 1. April 2021 seinen Posten an den neuen Geschäftsführer Carlo Birchen übergibt und in den Ruhestand tritt. Der Minister bezeichnete den MBR als wichtigen Partner der Bauern in einer gesamtgesellschaftlichen Agrarpolitik, die soziale und ökonomische Maßnahmen für einen Aufschwung nach dem Corona-Lockdown definiert und dann auch in kooperativ fachlichen Ansätzen mit einem nachhaltigen Konzept umsetzt.