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Generalversammlung S.I. Boewingen/Attert


Dienstag, den 15. März lud der S.I. der Gemeinde Boewingen/Attert zur jährlichen Generalversammlung ein. Nach kurzer Ansprache der Präsidentin Mariette Lux, wurde der Tätigkeitsberich vorgetragen. Nachdem Pierette Muller über den Kassenbestand berichtete, wurde ihr durch die Revisoren Romain Mersch und Nico Bruck Entlastung geboten.Nach einer teilweisen Neuwahl des Vorstandes wurden Carmen Cler und Léon Wampach automatisch wiedergewählt. Der Aktivitätsbericht für 2011 wurde dann vorgelesen. Nach dem Aufruf der Mitglieder, dankte Herr Paul Mangen, im Namen der abwesenden Bürgermeisterin dem Vorstand für die geleisteten Dienste und ihren besonderen Einsatz alljährlich der Neujahrsfeier der älteren Generation der Gemeinde, sowie für die "Grouss Botz" entlang der Strassen, und in Wald und Flur.
Nach freier Aussprache war es jetzt an Herrn Fernand Pletschette mit seinem Vortrag über Luxemburger in China - Die Weltausstellung in Shanghai

Fernand Pletschette war früher Informatiker bei der Goodyear und engagiert sich seit seiner Pension aktiv mit Videos und Fotos. Daher war es auch nicht überraschend,dass er die Weltausstellung in Shanghai besuchte. Seine umfassende Kenntnis des Landes erlaubte ihm, einen größeren Blick auf die lange bestehende, aber weitgehend unbekannte Beziehung zwischen dem kleinen Luxemburg und dem bevölkerungsreichsten Land der Welt zu werfen.
Es war uns eine besondere Ehre, dass Herr Pletschette am 15. März 2011 einen außergewöhnlichen Vortrag über ein besonderes Land gehalten hat. Neben beeindruckenden Bildern von der Ausstellung erklärte Herr Pletschette seinen Zuhörern auch die Logos und Maskottchen der Weltausstellung. Das kleine Luxemburg musste sich nicht neben den grossen Ländern der Welt verstecken. Sehr viele Besucher konnten sich vor Ort überzeugen, konnten aber bedauerlicherweise keine luxemburger Schäppchen kaufen.
Fernand Pletschette machte im Anhang eiene interessanten Vortrag über Luxemburger,welche schon vor 100 Jahren nach China reisten, dies aber nicht in Sinne von Touristen.
Der Luxemburger Ugen Ruppert war Begründer des Aufbaus der chinesischen Stahlindustrie.
Andere interessante Geschichten wurden mit ansprechenden Bildern von Fernand Pletschette mit Witz und Charme vorgetragen und zeigten deutlich, dass lange vor dem Luxemburger Pavillion in Shanghai motivierte Luxemburger einen entscheidenden Beitrag für das heutige Wachstum in China geleistet haben. So wurde berichtet, wie Anfang des 20. Jahrhunderts der Luxemburger Ingenieur Nicolas Cita zum Generaldirektor der chinesischen Eisenbahnlinie Hankow-Kanton ernannt wurde.
Herr Pletschette ließ auch die märchenhaft anmutende Geschichte des Lokomotivführers Adolphe Frank nicht unerwähnt, den Mao höchst persönlich mehrfach empfangen hat. Vielleicht ist es ja auch deswegen kein Zufall, dass heute die größte Bank Chinas ihren europäischen Sitz nach Luxemburg verlegen will.
Nach herzlichem Applaus der Anwesenden lud der Vorstand zu einem Umtrunk ein.