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Facelifting für Bockholtz

Nach Beginn der umfassenden Sanierungsarbeiten an der Ortsdurchfahrt steht Bockholtz seit gestern vor dem Startschuss für ein weiteres bedeutendes Vorhaben: Mit der Unterzeichnung der Ausführungsbestimmungen für den Bau der neuen Wohnsiedlung „Bäim Katzebësch“ machte der Gemeinderat Hosingen gestern nämlich endgültig den Weg frei für ein ökologisch-innovatives Vorzeigeprojekt, welches das Gesicht des Dörfchens mit der Errichtung von zehn Doppel- und vier Einfamilienhäusern weiter verändern dürfte. Eine öffentliche Vorstellung des Projekts ist übrigens für den 18. März um 18.30 Uhr in Wahlhausen vorgesehen.

Bei den Ratsmitgliedern stieß das einen Hektar umfassende Wohnsiedlungsprojekt zwischen Hauptstraße und „Ënnescht Duerf“ aufgrund seines betont ökologischen Charakters gestern erneut auf breite Zustimmung, auch wenn die Skepsis angesichts der vorgesehenen Ableitung des Oberflächenwassers durch natürliche Versickerungs-gräben bis zuletzt nicht ganz ausgeräumt werden konnte. Die Konvention betreffend die Ausführungsbestimmungen des Projekts, das laut Experten zum Modell für weitere Bauvorhaben werden könnte, wurde dennoch einstimmig angenommen.

Grünes Licht gaben die Räte darüber hinaus für den von Regionalinspektor Charel Zanter unterstützten Ankauf eines neuen Mannschaftstransportwagens für die Hosinger Feuerwehr. Die Hälfte der Kosten wird dabei vom Staat übernommen. Ebenso genehmigten die Räte einen Kostenvoranschlag von 28 750 Euro für Erneuerungs-arbeiten am Gemeindelokal in Neidhausen, wobei gleichzeitig entschieden wurde, den Saal nicht für Privatfeiern, sondern lediglich für Vereins- bzw. öffentliche Zwecke zuzulassen.

Einen weiteren Kostenvoranschlag von insgesamt 421 336 Euro für die Verlegung einer Wasserleitung zum „Kohnenhof“ bei Obereisenbach wurde derweil nur als Diskussionsbasis zur Kenntnis genommen. Obwohl das Vorhaben nur zu einem Drittel von der Gemeinde getragen werden müsste und die Kosten durch die Einbindung in die Kanalarbeiten für das geplante Kläranlagenprojekt „Mittlere Our“ wohl noch gesenkt werden könnten, verbliebe doch eine erhebliche Summe, über die man sich zunächst nochmals mit den beteiligten Privatleuten und dem Staat, welche sich die beiden anderen Drittel der Kosten teilen müssten, beraten wolle, so Bürgermeister Jacquot Heinen.

Ferner wurde beschlossen, vom 18. Juli bis zum 26. August erneut sechs Studenten zu beschäftigen. Interessenten müssen 16 Jahre alt sein und ihre Bewerbung bis zum 25. März samt Bescheinigung der zuletzt besuchten Schule einreichen. Kandidaten aus der Gemeinde erhalten den Vorzug.

Mit Blick auf die eingegangenen Subsidiengesuche gewährten die Räte dem „Klenge Maarnicher Festival“ zudem 1 000 Euro und den „Fair Bikers“ für die Mitnutzung des Zelts beim „Nëklosmaart“ 250 Euro. Der Antrag des AS Hosingen auf ein Sondersubsid für die Jugendmannschaften wurde derweil einstimmig abgelehnt, da man neben dem Jahressubsid von 2 727 Euro bereits einen Spezialsubsid von 2 107 Euro gewährt hatte. Man werde jedoch prüfen, inwiefern eine künftige Aufstockung des Subsids für die Jugendarbeit angebracht sei, so Bürgermeister Jacquot Heinen, der den Fußballverein aber auch aufrief, sich um neue Einkünfte durch das „chèques-services“-System zu bemühen. Ein Appell, dem sich auch die anderen Räte anschlossen. Rat Mich Heftrich schlug zudem ein Treffen mit allen Vereinen vor, um das System und seine Möglichkeiten nochmals näher zu erläutern. (Text / Foto: John Lamberty)