Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Die Einwohner aus Bissen lösten ihr Versprechen ein.

Am 17. August 1854 brach in Bissen die Cholera aus. Von Mitte August bis Anfang Oktober wurden 270 Einwohner krank, davon starben 70.

In dieser bitteren Zeit erinnerten sich die Einwohner an ihre Kapelle auf dem Wobierg. Am 18. September begannen die Restaurationsarbeiten, so dass nach vierzehn Tagen die Arbeiten abgeschlossen waren.

Am 3. Oktober wurde in einer feierlechen Prozession die Statue der schmerzhaften Muttergottes in die Kapelle auf den Wobierg gebracht und vom Provikar Adames gesegnet.

Damals versprachen die Einwohner, jährlich am 3. Oktober eine Bittprozession abzuhalten, wenn die Choleraepidemie ihr Wüten an der Bevölkerung einstellt. In der Tat starb niemand mehr an den folgenden Wochen.

Entsprechend dem Gelübde ihrer Vorfahren pilgerten auch im Oktober 2016 wieder zahlreiche Einwohner aus Bissen. Der "Eltereveräin" trug bei dieser Gelegenhei die Statue des hl. Rochus, welcher seit vielen Jahren dem "Rouchidag" seinen Namen gibt.