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Aus dem Gemeinderat: Neue Räumlichkeiten für Musik und Gesang

Im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatsitzung in Bissen standen der Umbau und die Erweiterung des Bahnhofes in eine „Maison de la musique“. Nach den Plänen der Architektin Claudine Arend, die bereits für ihre Renovierungsarbeiten am Bahnhof von Noertzange realisierte, werden im Bahnhofgebäude Räume für den Musikunterricht, Archivräume und der Probesaal für den Cäcilienchor eingerichtet. In einem modernen Neubau entsteht der Probesaal für den Musikverein. Das bestehende Toilettengebäude des Bahnhofes bleibt als Versammlungsraum erhalten und wird in den gläsernen Verbindungstrakt zwischen dem alten und dem neuen Teil integriert.


Wie Bürgermeister Jos Schummer unterstrich, galt es verschiedenen Auflagen gerecht zu werden, was auch den Kostenvoranschlag über 4 534 574 Euro erklärt. So verlangt beispielsweise das Denkmalschutzamt, dass die schmale Treppe im Gebäude erhalten bleibt. Allerdings werden die Arbeiten am alten Gebäude mit 50 Prozent seitens des Kulturministeriums finanziell unterstützt.


Die Eisenbahnverwaltung hingegen schreibt vor, dass der Neubau drei Meter von den Eisenbahnschienen entfernt errichtet wird. Darüber hinaus sei eine Straßenbreite von fünf Metern unerlässlich. Schlussendlich schlagen die Akustikanforderungen mit geschätzten zwanzig Prozent des Vollendungspreises zu Buche.


Bevor das Projekt bei einer Gegenstimme angenommen wurde, bedauerten einige Räte, dass noch kein Entwurf für den Flächennutzungsvertrag seitens der Eisenbahnverwaltung für die benötigten Grundstücke vorliegt.

Der Neubau in Leichtbauweise wird nämlich auf dem Areal der CFL errichtet, da die Bahn an den genutzten Eisenbahnlinien keine Grundstücke verkauft.


Um eine einwandfreie Wasserversorgung im Brandfall in den Gewerbegebieten zu sichern, werden die drei bestehenden, ungenügenden Wasserpumpen im neuen Wasserbehälter "Laaschtert II" ausgetauscht. Sie werden für 175 000 Euro durch fünf neue Pumpen ersetzt. Darüber hinaus wird die Elektroversorgung angepasst.


Nachdem die bisherige Mieterin ausgezogen ist, wird das gemeindeeigene Wohnhaus in der Route de Roost für 83 000 Euro umgebaut. Dabei wird die steile Garageneinfahrt zugeschüttet und durch zwei Stellplätze ersetzt. Weiterhin werden die Heizung, die Sanitäranlagen sowie die Haustür erneuert.


P.S.: Der Bericht erschien erstmals in der gedruckten Ausgabe des Luxemburger Wort vom 13. Mai 2017, Seite 37.