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Aus dem Gemeinderat: Mehrheitliches Nein zur Fahrradpiste

Im Mittelpunkt der vierstündigen Gemeinderatssitzung stand der Gemeindeforst. Daneben beriet der diskussionsfreudige Rat über die Verlängerung der Fahrradpiste und Immobilientransaktionen.

Derzeit verläuft die nationale Fahrradpiste zwischen Colmar und Petingen über teils stark befahrene Straßen in Bissen. Daher schlug der Schöffenrat vor, das Verlegen des Fernwärmenetzes zu nutzen und eine Fahrradpiste entlang der Eisenbahnlinie zwischen den Eisenbahnbrücken in der Route de Mersch und beim Fußballfeld "a Pafend" zu bauen. Die voraussichtlichen Kosten über 217 804,39 Euro beinhalten eine öffentliche Beleuchtung und können durch staatliche Subsidien reduziert werden.

Die Räte stimmten mehrheitlich gegen diesen Vorschlag, da die Gemeinde nicht im Besitz aller benötigten Grundstücke ist. Dagegen führten die Befürworter ins Feld, dass in der Vergangenheit mehrere Projekte vor einem Eigentümerwechsel der Gelände verabschiedet wurden und dass natürlich nicht mit dem Bau der Fahrradpiste vor einem erfolgreichen Abschluss der diesbezüglichen Verhandlungen begonnen werden könne.

Dagegen fand die Erneuerung des "Gardeheischen" für 104 831,59 Euro die Zustimmung des Gemeinderats. Im Keller des Hauses wird der Wärmetauscher für die Fernwärme installiert, während die Nutzung der restlichen Räume noch nicht abschließend geklärt ist.

Die Konsorten Wolter verkaufen zum Gesamtpreis von 2 700 000 Euro ein 88,05 Ar großes Bauland an die Gemeinde. Dieses an der Route de Roost gelegene Gelände dient zur Erschließung des kommunalen Wohnbauviertels "Steekräiz II". Nunmehr ist die Gemeindeverwaltung im Besitz aller benötigten Grundstücke, um das Projekt umzusetzen.

Das Unternehmen Ampat aus Ehlerange erwirbt für 807 000 Euro ein 32,28 Ar großes Areal in der Gewerbezone Klengbuusbierg II. Ein weiterer Heizungs- und Sanitärbauer, Schanen-Raski aus Lintgen, lässt sich für 731 750 Euro auf einem 29,27 Ar großen Gelände nieder.

Das kürzlich fertiggestellte Vorschulgebäude kostete 7 218 997,70 Euro, was eine Minderausgabe von 318 605,30 Euro gegenüber dem Kostenvoranschlag darstellt. Die Gemeinde erhält staatlicherseits Subsidien über 2 418 050 Euro, so dass die Gemeindekasse schlussendlich mit 4 800 947 Euro belastet wird.

Der Forstplan soll 2017 voraussichtlich mit einem Ausgabenüberschuss von 21 406 Euro abschließen, was umgerechnet 2,42 Euro monatlich pro Einwohner darstellt. Die Ausgaben zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit sollen um 252,63 Prozent auf 24 000 Euro ansteigen.

Da die augenblicklichen Sitzbänke in den Wäldern sehr moosanfällig und nach Regenfällen sehr durchtränkt sind, wird ein Designer für 10 500 Euro mit dem Entwurf einer Garnitur bestehend aus Tisch, Liegeplatz und Sitzbank beauftragt. Als Material soll Kantholz aus geräucherter Eiche aus eigener Waldproduktion dienen.

Nachdem die Anlage des Forstfriedhofes in der Waldlage Geichbësch bereits weit vorangeschritten ist, wird für 120 000 Euro ein Kommunikationskonzept ausgearbeitet. Dazu zählen das Ausarbeiten eines Logos, das Errichten eines Unterstandes sowie die Lieferung abwaschbarer Informationstafeln.

Im Rahmen des sicheren Schulweges sollen für 40 000 Euro Fußgängerampeln vor dem Haus Quintus-Muschang in der Route de Colmar angelegt werden. Hierdurch können die Schulkinder aus den Wohngebieten Brill und Uecht gefahrenlos die künftige Attertbrücke zwischen der Kläranlage und der Rue des Moulins ansteuern.

P.S.: Dieser Artikel erschien erstmals in der gedruckten Ausgabe des "Luxemburger Wort" vom 5. Oktober 2016, S. 25.