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Drei Jubiläen an einem Tag

Im „Relais de l’amitié“ in Bilsdorf fand an Christi Himmelfaht traditionsgemäß wieder die beliebte „Guiden- a Scoutskiirmes“ der „Lëtzebuerger Guiden a Scouten“ statt. Dabei wurde neben dem hundertjährigen Bestehen der internationalen Pfadfinderinnenbewegung ebenso das 40. Jubiläum des „Relais de l’amitié“ gefeiert, und auch das neu renovierte Chalet im oberen Campingteil des Geländes wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Mit einem Hochamt für alle Mitglieder und Freunde der „Lëtzebuerger Guiden a Scouten“, das von Aumônier Pit Faber zelebriert wurde, hatte die feierliche Zeremonie bereits am späten Vormittag begonnen.

Anschließend oblag es den beiden Pfadfinderkommissaren Roy Grotz und Carmen Schares, die Gäste, unter ihnen Jugendministerin Marie-Josée Jacobs sowie die Direktorin des Weltverbandes WAGGGS, Penelope Cooper, und den Rambroucher Bürgermeister Antoine Rodesch zu begrüßen. Penelope Cooper erklärte, dass es einer Reihe mutiger junger Frauen zu verdanken sei, dass man heute den 100. Geburtstag der weiblichen Pfadfinderorganisationen feiern dürfe.

Sie waren es nämlich, die sich im Jahre 1910 zu einem Pfadfindertreffen trauten, welches zu jener Zeit nur jungen Männern vorbehalten war. So kam es, dass der Gründer der Pfadfindervereinigung, Robert Baden-Powell, gefordert wurde, auch eine Bewegung für junge Mädchen und Frauen zu gründen.

Mit Blick auf das 40. Jubiläum des „Relais de l’amitié“ erinnerte Marcelle Ludwig, Präsidentin des nationalen Pfadfinderverbands, derweil an den am 16. Juni 1971 unterzeichneten Kaufakt. Seither seien öfters Renovierungen von Nöten gewesen, um immer wieder neuen Sicherheitsbestimmungen gerecht zu werden. Diese wären teilweise von den zuständigen Ministerien, aber auch durch Einbringen von Eigenkapital finanziert worden.

Ein großer Dank seitens der Präsidentin ging diesbezüglich denn auch an die Ministerien, die bislang noch nie einen Wunsch des Verbandes abgeschlagen hätten.

1981 sei alsdann am oberen Teil des Campingfeldes das Chalet errichtet worden, das nun nach umfangreichen Umbauarbeiten ebenfalls den neuesten Sicherheitsbestimmungen gerecht werde. Im Rahmen der feierlichen Zeremonie oblag es Penelope Cooper anschließend, einen Gedenkstein zu enthüllen, bevor die WAGGGS-Fahne gehisst wurde.

Im Anschluss waren es Ministerin Marie-Josée Jacobs und Bürgermeister Antoine Rodesch, die gemeinsam mit der Direktorin des Weltverbandes einen Elsbeerbaum pflanzten, der im Übrigen von der Gemeinde Rambrouch zu den Jubiläen des Tages gestiftet worden war. Mit dem Öffnen eines „platte Knuet“ gab Marie-Josée Jacobs schlussendlich auch den Weg zum renovierten Chalet frei und Aumônier Pit Faber rief Gottes Segen auf das Gebäude und alle seine Nutzer herab.

Musikalisch umrahmt wurde die begeisternde Feier übrigens von Christiane Wolter mit ihren Gitarristen und Sängern. Ein Festessen im Zelt, Grillgut im „Relais de l’amitié“ sowie eine Fotoausstellung und eine Powerpoint-Projektion über die Geschichte der Pfadfinderinnenbewegung gehörten ebenso zum Programm. Den ganzen Nachmittag über wurden natürlich auch beste Unterhaltung und Spielespaß für die Kinder angeboten. Ein Fest für die ganze Familie demnach.

Von Ginette Clees