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Flaxweiler/Beyren unterliegt Kayl/Tetingen erst nach Verlängerung

Für Erstdivisionär Flaxweiler/Beyren ist das Abenteuer Coupe de Luxembourg vorbei. Der Außenseiter unterlag gestern am späten Nachmittag auf der heimischen Anlage mit 1:2 gegen den Leader aus der Ehrenpromotion, Kayl-Tetingen. Von einem Klassenunterschied war jedoch während der zwei Stunden Spielzeit kaum etwas zu sehen. Hätten sich die Hausherren realistischer im Abschluss gezeigt, dann wäre eine weitere Überraschung möglich gewesen.

So konnte der Favorit in der Verlängerung seine größere Routine ausspielen. Genau in jenem Augenblick, als Flaxweiler/Beyren etwas mutiger wurde und der ansonsten stark aufspielende Innenverteidiger Mihat mit dem Ball am Fuß ins Mittelfeld vorstieß, fiel im Gegenzug die Führung für die Gäste. In das Zuspiel von Mihat spritzte ein Gegner, der den Ball direkt auf den flinken Araujo spielte. Dieser zog praktisch über das halbe Spielfeld, ließ Kapitän Lekovic stehen und traf an Torwart E. Muratovic vorbei ins lange Eck zum 1:0 (93.'). Und als T. Lopes im Anschluss an einen Eckball 10' später auf 2:0 erhöhte, schien die Begegnung entschieden.

Bangen bis zum Schluss
Doch da Kayl/Tetingen in der Folge mehrere Konterchancen eher leichtfertig vergab und in der Abwehr keinen sicheren Eindruck machte, glaubte der Underdog an seine Chance. Und dies noch viel mehr, als eben Mihat der Anschlusstreffer aus spitzem Winkel gelang. Zu mehr reichte es aber nicht, denn Flaxweiler/Beyren zeigte sich gegen einen Gegner, der nun die Abwehr verstärkte, zu ballverliebt und zu ungenau im Passspiel. Und kam zu keinen weiteren Gelegenheiten. Sodass der Favorit nach dem Schlusspfiff des souverän leitenden saarländischen Unparteiischen jubeln konnte.

Während der regulären Spielzeit hatten beide Mannschaften den Akzent auf die Verteidigung gelegt, sodass auf einem zudem etwas holprigen Spielfeld kaum ein richtiger Spielfluss zustande kam. Torchancen waren demnach Mangelware und resultierten mehr aus dem Zufall heraus denn aus einer herausgespielten Aktion. Richtig gefährlich wurde es für beide Tormänner kaum, auch wenn Machado zwei Schrecksekunden zu überstehen hatte. Einmal als Pepik nur wenige Sekunden nach Anpfiff aus dem Mittelfeld abzog und der Schlussmann der Gäste sich den Ball fast selbst ins Netz geworfen hätte und einmal nach rund 35', als er sein Herauslaufen unterbrach, der Lob von Dragolovcanin aber über das leere Gehäuse ging.

von Laurent Schüssler
Fotos: Ben Majerus