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Préizerdauler Trinkwasser Problematik

In der Gemeinderatssitzung vom 20 Oktober wurde dem Gemeinderat nur mitgeteilt dass es ein Problem mit einer Wasserquelle in Pratz in Bezug auf Pestiziden gibt und dass diesbezüglich eine Derogation zum Ausliefern von diesem Wasser beantragt wurde. Nachdem unsere Gemeinde auf der Landkarte vom wort.lu als eine der vielen betroffenen Gemeinden erschien die Probleme mit dem Trinkwasser haben, bekamen wir folgende Informationen nachgereicht(siehe Dokumente).

Aus diesen Informationen lassen sich einige Feststellungen und Fragen ableiten:

Die Quelle bei der Pratzer Kapelle, Richtung Buschrodt scheint nicht mehr eingespeist zu werden.

Wie lange wir schon pestizidhaltiges Wasser aus der Quelle Erdt aus Pratz trinken ist nicht gewusst.

Die Qualität des Trinkwassers im Leitungswasser der Préizerdauler Gemeinde war oder ist unterschiedlich. Die Horace sowie Pratz wurde oder wird nur mit pestizidhaltigem Wasser bedient. Es stellt sich unter anderm die Frage welche Rolle der Schieber in der Rue de la Grotte vor der Verschmutzung des Trinkwassers mit Pestiziden hatte ?

Der Schieber in der Rue de la Grotte in Pratz ist nur manuell einsetzbar obschon er ja wahrscheinlich für Notfälle eingerichtet wurde. Warum wurde dort nicht sofort eine komplette und ordentliche Installation eingebaut?

Jedenfalls ist das Warten auf ein Projekt des Sidero Bierbergriecht um die automatische Steuerung des Schiebers in der Rue de Grotte definitiv zu realisieren eine billige Entschuldigung.

Da die Quelle Erdt in Pratz zur Zeit ausser Betrieb ist stellt sich die Frage mit welchem Quellenwasser wird zur Zeit das Trinkwasser kommend aus Reimberg im Schieber in der Rue de la Grotte in Pratz vermischt?

Warum bekommt nicht jeder Bürger der Gemeinde Préizerdaul die gleiche Qualität Trinkwasser aus einem Mix der gleichen Quellen, schließlich zahlt ja auch jeder Bürger den gleichen Wasserpreis.

Angeblich ist der Förderbrunnen in Reimberg in trockenen Sommermonaten an seinem Limit was die Förderung an Grundwasser anbelangt . Aus diesem Grund sind wir von der Quelle in der Erdt in Pratz abhängig oder wir müssen halt mehr Trinkwasser von der DEA beziehen. Beziehen wir jedoch Wasser von der DEA verdient die Gemeinde kein Geld mehr auf dem Trinkwasser.

Obschon wir Millionen € in den letzten Jahrzehnten in eine autonome Wasserversorgung investiert haben, haben wir zur Zeit kein kohärentes Wasserleitungsnetz und wir sind auch noch nicht autonom sondern auf die DEA angewiesen. In der Trinkwasserpolitik kann man den verantwortlichen Schöffenräten daher komplettes Versagen vorwerfen.


René Zigrand
Conseiller communal
www.ampreizerdaul.info


http://www.eau.public.lu/actualites/2014/10/Informationen-und-Erklaerungen-zur-Herbizidbelastung-in-Grund--und-Trinkwasser/index.html