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Nachtrag zum Gemeindebericht des Haushaltsplans der Gemeinde Préizerdaul und zur Gemeindezeitung „Neiegkeeten aus dem Préizerdaul“


"Finanzen mahnen zur Vosicht" heisst der Titel des Gemeindeberichts zum Haushaltsplan der Préizerdauler Gemeinderatssitzung die im Dezember 2013 stattfand. Ist dem so oder fehlt einfach das Geld die aufgezählten Projekte wie die Erneuerung der Hauptstrasse in Richtung Pratz, den Bau der neuen Maison Relais und die Arbeiten am Kanalnetz im Rahmen des Anschlusses an die interkommunale Kläranlage in Boewingen/Attert anzugehen. Jedenfalls wird man die Vermutung nicht los dass das nötige Geld um diese Projekte zu bewerkstelligen zur Zeit nicht zu Verfügung steht. Viele Gemeindetaxen wurden stark angehoben, sei es die Wasser und Kanalgebührensteuer, die Hundesteuer oder die Gebühren für die Benutzung der Gemeinschaftsantenne. Ausserdem sei hier erwähnt dass man in dieser Logik die Ausgaben für Geschenke und Feiern ( Menues dépenses imprévues du collège échevinal ) auch hätte kürzen können was man jedoch nicht tat. Diese belaufen sich weiterhin auf 18.000 € pro Jahr. Wie immer fehlten die Feinheiten im Gemeindehaushalt damit dieser verständlicher für die Gemeinderatsmitglieder wäre.

Erstaunlich ist auch immer wieder festzustellen zu müssen, dass die wichtigste Gemeinderatssitzung im Jahr, das Votum des Haushaltes der Gemeinde, die kürzeste ist und zusätzlich zum Haushalt dieses Jahr noch weitere 6 Punkte beinhaltete. Liegt das etwa an dem nacher stattfindendem gemeinsamen Essen?

Erstaunt bin ich auch immer wieder über den Lokalreporter der während der Gemeinderatssitzung auftaucht und vor Ende dieser auch wieder geht und trotzdem einen quasi kompletten Bericht verfasst.

Ich votierte den berichtigten Haushalt 2013 sowie den Haushalt 2014 nicht. Dies tat ich aus Protest gegen die Ungereimtheiten des Schöffenratskollegiums in verschiedenen Gemeindeakten. Dies erwähnte ich auch so in der hiesigen Gemeinderatssitzung. Ich sagte dass ich nicht einverstanden bin mit der Art und Weise wie die Projekte der Familie Van den Berg, der Familie Jaeger und weitere Projekte behandelt würden. Als Gemeinderatsmitglied kann man nur so seinen Unmut dem Schöffenrat mitteilen.

In der letzten Gemeindezeitung No 3/2013 heisst es auf Seite 24 :

Der Bürgermeister informierte die Räte über die Ablehnung eines Bauantrages, welcher von einem Landwirt gestellt wurde, der in unmittelbarer Nähe des Friedhofes einen Stall mit Silo errichten will. Besagte Parzelle liegt inmitten eines natürlichen Rückhaltebeckens, welches als solches vom Abwassersyndikat Sidero ausgewiesen wurde und die Zustimmung des Gemeinderates bereits im Jahr 2005 gefunden hatte. Zudem habe man sich bei der Kirchenfabrik für besagten Landwirt eingesetzt um sein Projekt an anderer Stelle zu ermöglichen, dies nach erfolgtem Tausch beider Parzellen.

Dieser Abschnitt enthält insgesamt drei Lügen:

1)
a) Beim Tausch der Parzellen würde das Projekt viel teurer!
b) die Pläne wären in der vorgegebenen Form nicht mehr realisierbar!
c) der Stall wäre nicht mehr an den Hof angebunden !

2) Wo befindet sich denn dieses natürliche Rückhaltebecken für 920 m³ Wasser? Dient die Friedhofmauer etwa als Staumauer dieses Rückhaltebeckens?

3) Hätte der Gemeindetechniker seine Hausaufgaben gemacht wüsste der Schöffenrat welchen Wert dieser Plan directeur zum Regenwasser an besagter Stelle hat, nämlich keinen.

Eine andere wichtige Frage drängt sich auf! Warum informiert der Bürgermeister in diesem Falle den Gemeinderat über die Ablehnung eines Bauantrages. Ansonsten teilt er auch nicht an dieser Stelle mit, wem er einen Bauantrag genehmigt hat. Warum wohl diese zusätzliche Informationen?

Als besagter Landwirt zu dritt beim Schöffnrat vorstellig wurde konnte der Bürgermeister zum Schluss des Treffens folgende Bemerkung nicht unterlassen, ich zitiere : “Mir machen een Referendum zu dengem Projet an dann wärs du gesin dat Leit dech mat den Honn zum Duerf eraus dreiwen“ Diesbezüglich lasse ich jedem die Möglichkeit sich über diese Aussage seine eigene Meinung zu bilden.

Weitere Infos im Internet unter www.ampreizerdaul.info


René Zigrand
Conseiller communal