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Aus der jüngsten Gemeinderatssitzung (06.03.2014)


Für den zweiten Teil der Sanierung der Hauptstrasse war mit 790.000 € Kostenausgaben gerechnet worden. Die realen Kostenausgaben belaufen sich aber am Ende auf 1.076.815 € .Der geplante Kostenvoranschlag ist demnach um 36 Prozent überschritten worden.
Hierzu stellt sich die Frage wie es überhaupt möglich ist dass eine solche Überschreitung des Kostenvoranschlags zustande kommt!
Ein größerer Kostenpunkt war mit Sicherheit das Umstellen des Verteilertransformators der sich auf dem Grundstück des ehemaligen Parkplatzes befand wo jetzt ein neues Appartmentshaus errichtet wird. Dieser Verteilertransformator war schlichtweg in der Planung des Schöffenrates und des Gemeindetechnikers vergessen worden. Solche Überschreitungen des Budgets bei einem Projekt zeigen aber auch immer wieder dass die Planung des Projektes nicht durchdacht war und die Vertragsbedingungen enorme Mängel aufweisen müssen.

Da die Gemeinde durch einen Bevölkerungszuwachs heute 200 Bürger mehr zählt, wurde der Beschäftigungsgrad der Gemeindeeinnehmerin von 50 auf 100 Prozent erhöht. Rat Schreiber schien hier sehr gut informiert gewesen zu sein. Aus den Diskussionen war zu vernehmen, dass die beigeordnete Sekretärin Ruppert-Schreiber Josée ihren Beschäftigungsgrad nicht erhöht haben wollte und Rat Schreiber wollte bestätigt haben, dass die Gemeindeeinnehmerin nachher auch Arbeiten verrichten soll die so nicht im Gesetz für einen Gemeindeeinnehmer vorgesehen sind. Gemeindesekretär Roger Gereke meinte hierzu, dass er die Jobdescription so anpassen werde, dass die Aufgaben eines jeden klar definiert wären und es diesbezüglich mit Sicherheit auch in Zukunft keine Probleme geben würde.

Das Projekt „First Responder“ besteht aus 10 freiwilligen Helfern wovon 8 aus Grosbous und 2 aus dem Preizerdaul stammen. Das Ziel von First Responder besteht darin die Wartezeit auf einen Krankenwagen kommend aus Redingen oder sonstwo zu verkürzen. Ein Krankenwagen kommend aus Redingen oder sonstwo kann mehr als 20 Minuten brauchen bevor er auf einem Unfall in einer der beiden Gemeinden eintrifft. Diese 10 freiwilligen Helfer fahren alle Krankenwagen und haben alle ein Ersthilfekurs und mehr absolviert. Da Sie im Preizerdaul respektiv Grosbous wohnen können Sie schnell eingreifen und erste Hilfe vor Ort leisten bevor der Krankenwagen eintrifft. Die Wartezeit auf Hilfe im Notfall wird hiermit deutlich verkürzt werden.

Der Mehrjahresfinanzplan wurde dem Gemeinderat zum ersten Mal vorgestellt.
Aus dem Mehrjahresfinanzplan ging unter anderem hervor, dass rechtzeitig zu den Gemeindewalen 2017 ein Neubau für die Maison Relais errichtet sein wird und die Gemeinde dann eine Dienstleistung punkto Kinderbetreuung anbieten kann die die allermeisten Gemeinden schon heute anbieten.

Meine Frage zum PAG blieb unbeantwortet. Den geforderten Zeitplan habe ich nicht erhalten. Zu meinem Erstaunen ist eine nicht komplett aktuelle Version des PAG öffentlich einsehbar auf dem Internet unter folgender URL: http://preizerdaul.geoportail.lu/

Über das Klimateam war nicht sehr viel zu erfahren ausser, dass es sich nicht um eine reguläre Gemeindekommission handele da keine „jetons de présence“ ausbezahlt werden. Das Klimateam setzt sich aus folgenden Dauler Einwohnern zusammen: Caroline Calmes; Philippe Calmes; Francois Hilger; Jil Jacquemoth; Gilles Martiny; Guy Mertens; Théo Ney; Caroline Schmit (Klimaberaterin des Kanton Réiden); Tom Steichen und Pit Wolff.
Rat Müller bedauerte dass im Klimateam kein Mitglied des Gemeinderates sondern nur Mitglieder des Schöffenrates vertreten seien. Aus welchen Leuten sich das Klimateam zusammensetzt ist mir egal doch das Zustandekommen dieses Klimateams hat rein gar nichts mehr mit nachvollziehbarem Demokratieverständnis zu tun. Ich kann mir diesbezüglich nicht vorstellen dass der Schöffenrat sämtliche mögliche Anwärter des Dorfes die durch ihren Beruf oder ihr privates Engagement in Sachen Klimaschutz besonders für die Arbeit in einem Klimateam geeignet wären angeschrieben hat und eingeladen hat hier mitzumachen.
Zum Vergleich hier nochmal die Vorgehensweise der Gemeinde Grosbous betreffend der Bildung ihres Klimateams : http://www.groussbus.lu/files/1/8/document_id892.pdf

Die Gemeinde hat sich einen kleinen Elektrolastwagen zum Preis von 25.000 € angeschafft. Diese Aktion steht im Zusammenhang mit dem Klimapakt.

Im LW der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Préizerdaul heißt es „Auf eine Bautenkommission habe man bewusst verzichtet…“ und weiter „Von der Schaffung einer Bautenkommission habe man ganz bewusst abgesehen, um die Genehmigungsprozeduren für die Bürger nicht unnötig in die Länge zu ziehen.“ Diesbezüglich sei erwähnt, dass der Architekt von Herrn Jaeger seit November letzten Jahres vergeblich versucht einen Termin beim Schöffenrat für sein PAP in Platen zu bekommen.

Demnächst wird ein PAP in Pratz abgeschlossen auf dem ehemaligen Gehöf Bour neben der Raiffeisenbank. Ein weiterer PAP wird in der Rue Belle Vue in Reimberg abgeschlossen. Ein PAP in Pratz auf dem ehemaligen Gehöf Colas ist auch dabei erstellt zu werden. Hier müssen die Anrainer noch miteingebunden werden.

Rat Gergen forderte zusätzliche Zebrastreifen auf der Straße beim Ausgang des Spielplatzes der Dauler Kaul sowie am Eingang der Rue du Pont in Platen.

Der Bürgermeister bedauerte, dass kein Mitglied des „Dauler Atelier“ auf der Leader Redange-Wiltz Tagung in Beckerich anwesend war.


René Zigrand
Conseiller communal

Demnächst weitere Infos im Internet unter www.ampreizerdaul.info