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GENERALVERSAMMLUNG ALPADOC

Am 22. März fand die erste Generalversammlung der „Association luxembourgeoise des patients à douleurs chroniques“ (Alpadoc) im Kulturzentrum „beim Nëssert“ in Bergem statt.
In Anwesenheit von Mme Danielle Berger, Vertreterin der Gemeinde Mondercange, berichtete die Präsidentin Denise Bucciarelli, wie es zur Gründung von Alpadoc kam und wies im Tätigkeitsbericht auf die Kontaktaufnahmen mit der Politik und dem Gesundheitsminister hin. Sie machte darauf aufmerksam, dass in Luxemburg ein Mangel an Fachärzten für Schmerztherapie besteht. Daraus ergibt sich, dass in der Regel die Wartezeit für einen Termin bei acht Monaten liegt. Außerdem sind chronische Schmerzen nicht als Krankheitsbild anerkannt und es ist noch sehr viel Aufklärungsarbeit nötig. Da Schmerzpatienten in der Öffentlichkeit sehr oft als Simulanten dargestellt werden, hat Alpadoc es sich zur Aufgabe gemacht, über Radio und Presse auf die Probleme Schmerzkranker aufmerksam zu machen.
Des Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass Schmerzpatienten auch beim Lenken von Autos Probleme bekommen könnten. Seit Mai 2012 führt die Polizei Drogentests durch und diese sind bei vielen Schmerzpatienten auf Grund ihrer Medikamente positiv. Danielle Becker, in ihrer Eigenschaft als Apothekerin, schlug vor, stets eine Kopie des ärztlichen Attests zum Vorzeigen bei Kontrollen mit sich zu führen.
Denise Bucciarelli hatte jedoch auch noch eine schlechte Nachricht für alle Schmerzpatienten: die „clinique de la douleur“ der Zithaklinik wird Ende des Jahres geschlossen, da es an den nötigen Ressourcen fehlt. Die Schmerzbehandlung in den Spitälern findet in der Regel auf freiwilliger Basis statt, ohne die notwendige Unterstützung von Staat und Krankenkasse.
Die Mitglieder von Alpadoc sind sich dessen bewusst, dass noch ein langer Weg vor ihnen liegt, bevor es in Luxemburg zu einer adäquaten Betreuung von Schmerzpatienten kommt.
Für 2013 hat die Vereinigung verschiedene Workshops geplant, um Betroffenen zu helfen, aus der Isolation, in die sie oft durch ihre Erkrankung geraten, herauszukommen und sich untereinander auszutauschen.

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Präsidentin Denise Bucciarelli, Vizepräsidentin Josiane Miller, Sekretär Romain Bucciarelli, Kassiererin Sandra Thill, Beisitzende Lisy Binck, Robert Eck, Sandra Michaux, Laurence Schong, Maggy Prott und Toni Prott