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Verletzungsbedingte Ausfälle machen dem HBD weiterhin arg zu schaffen

Drei Siege für Berchem, drei Niederlagen für Düdelingen – so lautet die Bilanz der vergangenen drei Meisterschaftsspieltage. Während die Schützlinge von Coach Jean-Marc Toupance im Spitzenspiel nämlich eine abgeklärte Leistung boten und ihre Führung ab der 14.' nie aus der Hand gaben, läuft der HBD seiner Form aufgrund von etlichen Ausfällen derzeit hinterher.

Dabei waren es die Gäste, die den besseren Start kannten. Berchem verteidigte zwar aggressiv, handelte sich aber in den Anfangsminuten gleich zwei Zeitstrafen ein und ermöglichte seinem Gegner ein erfolgreiches Überzahlspiel. 5:2 zu Gunsten des Teams von Trainer André Gulbicki lautete der Zwischenstand nach 19', ehe sich Berchem deutlich steigerte.

Auf der einen Seite vereitelte Moreira mehrere gegnerische Versuche, auf der anderen agierten die Hausherren abgebrühter in der Offensive und holten den Rückstand Tor um Tor auf. Anschließend kannte Toupance zudem ein glückliches Händchen. Die Einwechslung von Gerber belebte das Angriffsspiel der Faber, Malesevic und Co., gleich die erste Möglichkeit des Deutschen ging mit einem Treffer einher. Bei Düdelingen lief Ende der ersten Hälfte nur noch wenig zusammen. Hummel war ein Schatten seiner selbst, im Spielaufbau fehlte der letzte Einsatz und Ballverluste, sogar in Überzahl, wurden von Berchem bestraft.

Drei Siebenmeter in 4'

Die erste Halbzeit endete mit einem Strafstoß von Poeckes, die zweite begann ebenso. Berchem leistete sich nach dem Dreh zwar Fehler, hielt sich mit drei Siebenmetern in nur 4' aber im Spiel und ließ sich auch vom Anschluss (16:15 in der 39.') nicht beeindrucken. Ein Abwehrfehler von Torgarant Poeckes erbrachte nämlich genau zu diesem Zeitpunkt einen Strafstoß sowie eine anschließende Überzahl, in der dann nach 11' das erste Feldtor zu Gunsten des Gastgebers in der zweiten Halbzeit fiel.

In der Folge verpassten Guillaume und Co. zwar mehrmals eine definitive Vorentscheidung, ernsthaft in Gefahr gerieten sie aber nicht mehr. Dem HBD war die Verzweiflung derweil deutlich anzumerken, wurde sogar Oldie Herrmann in der Schlussphase ins Gästetor eingewechselt. „Was soll ich machen? Bei so vielen Verletzten gehen jedem die Alternativen aus. Den Kopf in den Sand stecken werden wir aber sicherlich nicht“, so Gulbicki. Gerber freute sich unterdessen über den Erfolg gegen eine Topmannschaft: „Wir haben lange nicht gegen einen 'Großen' gewonnen, daher sind diese Punkte sehr wichtig. Der Kampf hat sich gelohnt.“ (SaS)(FOTOS: FERNAND KONNEN)