Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Nacht der Sternschnuppen

Die „Astronomes Amateurs du Luxembourg“ treffen sich seit 15 Jahren regelmäßig zwischen dem 10. und 14. August an der Donatuskapelle auf der Höhe zwischen Beidweiler und Eschweiler zur Himmelsbeobachtung. Bei dieser Gelegenheit sind interessierte Zuschauer stets willkommen. Der Staub eines Kometen, der alle 136 Jahre die Erde passiert, liegt wie ein Kranz um die Sonne und wird jeweils im Monat August von der Erde durchstoßen. In 80 Kilometern Höhe treten Teilchen von knapp einem Millimeter Durchmesser in die Erdatmosphäre ein und verglühen durch Reibung, um so eine Lichtspur, die Sternschnuppe, zu hinterlassen. Am vergangenen Freitag wurden abends mehrere Teleskope, zum großen Teil professionelle Geräte, aufgestellt, und die in großer Zahl anwesenden Gäste wurden von den Mitgliedern der Vereinigung in die wichtigsten Geschehen am Himmel eingeführt. Klare Verhältnisse wegen einer nur leichten Bewölkung herrschten zu Beginn der Nacht vor, nicht zuletzt, da am 10. August Neumond war und der Erdtrabant mit seinem Licht nicht störend einwirkte. Es stand also zumindest zu Beginn der Nacht einer fast perfekten Perseidenbeobachtung nichts im Wege. Ungefähr alle zehn Minuten waren zwei helle Sternschnuppen zu beobachten, außerdem stand die Sicht des Planeten Venus, des Mondes, der Milchstraße und weiterer Objekte am Firmament klar in der Gunst der Betrachter. Die „Astronomes Amateurs du Luxembourg“ bestehen seit 40 Jahren und haben 120 Mitglieder. Alle drei Wochen finden Referate statt, monatlich eine öffentliche Beobachtung mit Treffpunkt in Dippach. Man hat sich zum Ziel gesetzt, die Astronomie der Öffentlichkeit nahezubringen, da, bedingt durch die kontinuierliche Aufhellung mit zunehmenden künstlichen Lichtquellen in den Städten, der Kontakt zum Himmel verloren gehe. Auch besucht Präsident Nicolas Feierstein regelmäßig Primärschulklassen, um die Kinder über die Astronomie aufzuklären. Langfristiges Ziel der Vereinigung ist es, ein öffentliches Observatorium in Luxemburg zu erhalten. (Text / Foto: lucien schiltz)