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Review: Bogenbauworkshop in Beaufort

Der Workshop fand in der modernen Jugendherberge in Beaufort statt und richtete sich an Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 9 Jahren und eignete sich somit hervorragend für Familien.


Am 12. und 13. Mai trafen sich in der modernen Jugendherberge von Beaufort Kinder und Erwachsene um gemeinsam unter der Anleitung von Bogenbauer Michel Bombardier ihren eigenen Bogen zu bauen.


Der Workshop startete mit einer spannenden kurzen Einführung in die Geschichte der unterschiedlichen Bögen und ihrer Verwendung. Den Teilnehmer standen zahlreiche Bogenrohlinge aus einheimischem Hölzern wie Esche und Robinie, aber auch Hickory zur Verfügung. Nun galt es sich für ein Bogenmodell nach historischen überlieferten Vorlagen zu entscheiden.


Am Samstag bearbeiteten die Gäste ihre Bögen mit Ziehklinge, Raspel und Messer um den Rohling in die gewünschte Form zu bringen. Das Tillerbrett war das wichtigste Werkzeug des Tages. Hier wurden die Bögen leicht aufgespannt und überprüft, ob sich die Wurfarme gleichmäßig biegen, oder weiter bearbeitet werden müssen.

Im Workshop entstanden so Flachbögen, englische Langbögen und Holmegaardbögen. Die bekamen viel Unterstützung beim Anfertigen ihrer schussfertigen Bögen. Das Schmirgeln und Einwachsen der Bögen bildete den Abschluss des ersten Tages.

Der Abend klang mit dem gemeinsamen Ausprobieren unterschiedlicher Bogenmodelle und Pfeile, die den Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurden, aus.


Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Sehnen und Pfeilen. Die Teilnehmerbögen hatten unterschiedliche Längen und noch keine Sehne um die Pfeile zu verschießen.

Zwölf Stränge bilden die Grundlage einer Sehne beim Bogen. Diese werden auf dem Sehnenbrett mit einer speziellen Technik geflochten. Am Ende steht eine Sehne, die für jeden Bogen individuell angefertigt wurde und nach den Farbwünschen der Teilnehmer gestaltet wurde. Den Abschluss bildete das Anfertigen der Mittenwicklung, die die Sehne vor Beschädigungen durch den Pfeil schützt.


Vor dem Einschießen der Bögen lag nun der Pfeilbau vor den Teilnehmern. Vorbereitete Pfeilschäfte wurden passen zu den Bögen ausgewählt, Truthahnfedern in Form gebracht und anschließend mit den Befiederungsgeräten aufgeklebt.


Den Abschluss des Workshops bildete das gemeinsame „Einschießen“ der Bögen.