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Dort drunten in der Beckericher Mühle, dreht bald ein Mühlenrad

Gruppe der „Millepätteren“ sieht deren Fertigstellung entgegen!

Wer kennt nicht die Mühle in Beckerich? Seit ihrem Umbau mit Restaurant, gemütlichem Bistro, Versammlungsräumen, Konferenzsaal und lebendigem Museum mit Demonstrationen von Holzschneiden, Backen und einer Reihe von vielen anderen Aktivitäten, hat sie sich in der ganzen Region als kultureller Anziehungsort erster Güte entwickelt. Viele Besucher aus dem In- und Ausland besichtigen jede Woche die Mühle oder sind Gäste bei Konferenzen und Workshops. Dabei wurde oft die Frage laut: Wo ist euer Mühlenrad? Eine Mühle ohne Mühlenrad.?

Zum nostalgischen, landläufigen Bild einer Mühle, gehört auch ein Mühlenrad. Die Beckericher Mühle wird urkundlich erstmals erwähnt im Jahre 1328 in dem Johann der Blinde sie dem Kloster Clairefontaine, schenkt. Ursprünglich wurde die Mühle, an einem Bach gelegen, betrieben mit einem Mühlenrad, sehr viel später mittels Turbine, die noch im Keller steht und funktionsfähig restauriert wurde. Sie treibt die Kornmühle an, die in der Schankstube in der „ Millespënnchen“ zu besichtigen ist. So wurde die Idee geboren, ein Mühlenrad zu bauen. Seit Jahren sind in der gRuppe der „ Millepätteren“ acht Rentner mit unterschiedlichen Handwerksberufen, die ehrenamtlich in der Sägemühle und im angegliederten Atelier arbeiten, an allmöglichen Objekten am Restaurieren, Entwerfen, Skulptieren, Sägen, Schleifen, Lackieren, Schmieden, Schweißen, unterstützt von der Gemeinde Beckerich. Die Gruppe hat den Bau des Mühlenrades übernommen und präsentieren das Projekt mit 3 M. Durchmesser beim Parking neben der Sägemühle. Weil das Rad ständig im Wasser läuft, muss es aus grünem Eichenholz gefertigt werden, welches vom Gemeindeförster und seinen Mitarbeitern geliefert und im Sägewerk der Mühle zugeschnitten wurde. Die Welle mit den Naben wurde in einer spezialisierten Werkstatt in Asselborn gefertigt und dies laut den technischen Zeichnungen und Berechnungen eines Mitglieds der Millen asbl.. Das Wasserwirschaftsamt und die Denkmalbehörde besichtigen die Mühle zwecks Erteilung der nötigen Genehmigungen zur adequaten Installation des Rades, welches ganz sicher eine touristische Aufwertung der Beckericher Mühle darstellt und dabei auch eine pädagogische Aufgabe hat. Zur „Journée du Bois“ im Oktober, hoffen die „Millepätteren“ das Rad betriebsfertig zu präsentieren und einweihen zu können. Bis dahin, soll den ehrenamtlichen „ Millepätteren“ noch viel Mut und den erhofften Erfolg gegönnt sein. (FOTOS: CHARLES REISER)