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Blaualgen bescherten weniger Touristen


ESILAC dennoch zufrieden mit 2018


Baschleiden. Kürzlich fand die Generalversammlung der Entente des syndicats d'initiative du Lac de la Haute-Sure (ESILAC) statt, zu der Präsident Fred Engel die Vertreter der verschiedenen angeschlossenen Interessenvereine begrüßen konnte. Der Präsident zeigte sich eigentlich zufrieden mit der vergangenen Saison, waren die Hotels, Campings sowie die Jugendherberge doch aufgrund des guten Wetters sehr gut besucht. Dies war auch für die verschiedenen Badeplätze rund um den Stausee der Fall, allerdings nur bis die Blaualgen auftraten, die in der Folge für einen großen Einbruch des Tourismus in der Stauseegegend sorgten.

Jegliche Formen des Wassersports wurden verboten, sodass nur noch die Wanderer, die Radfahrer und die Mountainbiker ihren Sport ausüben konnten. Außer den hohen Temperaturen des vergangenen Sommers trugen auch die Bachläufe, die in den See fließen und mit Phosphaten und Nitraten sowie Dünger und Gülle aus landwirtschaftlicher Aktivität belastet sind, zu dieser Algenplage bei. Wie in der Versammlung zu erfahren war, ging aus Wasseranalysen hervor, dass die Belastungen des Wassers allerdings in diesem Fall nur zu einem Drittel von der Landwirtschaft stammten.

Einige Probleme bereitete 2018 auch das Projekt „Qualitéitswanderrégioun Éislek“, weil der „Tempelskamp“ nicht berücksichtigt wurde. Nach heftiger Kritik des Syndicat d'initiative Baschleiden hatten die Verantwortlichen des Projekts doch noch ein Einsehen, sodass die beiden Varianten auf der linken und auf der rechten Seite des Stausees zur allgemeinen Zufriedenheit doch zurückbehalten wurden. Weitere Aktivitäten waren die Herausgabe eines Manifestationskalenders mit allen Veranstaltungen rundum den Stausee, das Anlegen von Fischleitern in verschiedenen Bächen sowie die Teilnahme an verschiedenen Versammlungen betreffend den Tourismus in der Stauseeregion. In der freien Aussprache wurde der Ausbau des Radwegenetzes angesprochen. Beim ESILAC hofft man, dass die Anbindung der Gegend rund um den Stausee bei diesem wichtigen Projekt nicht vergessen wird.

Landwirt Jules Mergen aus Baschleiden der als Ehrengast zur Versammlung eingeladen war, stellte sein neues Projekt vor. Es handelt sich um einen organischen Bodenhilfsstoff der aus Rindergülle, angereichert mit „Biocal Dry Luxdung Cow“ hergestellt wird. Dieser Dünger hat den Vorteil, dass er nicht ausgewaschen werden kann, und dass der Humus als Bodenaktivator weiter zur Bodenverbesserung beiträgt.

Bürgermeister René Daubenfeld bedankte sich bei allen Freiwilligen für den steten Einsatz für die Region und lobte die viele Arbeit, die so geleistet wurde. Mit dem Aufstellen von Holzskulpturen in verschiedenen Dörfern wollte die Gemeinde auch einen Beitrag zur Verschönerung der Ortschaften leisten, die einen gewissen Wirtschaftszweig für die Region darstellen.