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Baustopp bleibt bestehen


Stabilisierungsmaßnahmen an Differdinger Kirche

Es besteht keine akute Einsturzgefahr für die Differdinger Zentrumskirche. Darauf einigten sich die Experten am 21.Juni in einer Sitzung, die einberufen werden musste, nachdem am vergangenen Freitag (18.Juni) festgestellt worden war, dass die Schäden an der Kirche, die durch die Baustelle in der Rue St-Nicolas angerichtet wurden, sich ausgeweitet hatten (siehe LW von gestern Montag).

In der Sitzung an der die Vertreter der Baufirma, der auf der Baustelle beschäftigten Berufsstände, der ITM, des technischen Dienstes der Gemeinde sowie der Schöffenrat und ein Statiker teilnahmen, wurde beschlossen, Dringlichkeitsmaßnahmen in die Wege zu leiten. „Der Baustopp, den wir als Gemeinde verhängt haben, bleibt in den nächsten Tagen bestehen. Die Baufirma hat die Auflage erhalten, das Areal um die Kirche dank spezieller Technik zu befestigen. Es wurde uns noch einmal von allen Experten versichert, dass keine Einsturzgefahr bestehe. Die Sicherheit der Arbeiter hat aber Vorrang“, so Bautenschöffe Jean Lorgé auf Nachfrage des „Luxemburger Wort“.

In den kommenden Tagen soll die Stabilität des Gotteshauses durch Aufschüttung mit Lehmboden gesichert werden. Die Gefahr, dass die Kirche einfach in sich zusammenfällt habe ohnehin nie bestanden, so Lorgé. Da die riesige Baustelle eines privaten Promotors in der Rue St-Nicolas sich jedoch direkt unter der Kirche befindet, wurde befürchtet, dass das Gebäude bei Fahrigkeit im Fundament einfach nach unten wegrutschen könnte.

In der Hoffnung, dass die Stabilisierungsversuche greifen, soll in den nächsten fünf Tagen anhand von Messinstrumenten überprüft werden, ob der Untergrund sich gesetzt hat oder ob er weiter nachgibt.

Ist letzteres nicht der Fall, sollen die Arbeiten auf der Baustelle weitergehen können. (RoNa)