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Baulanderschließung in Abweiler: Opposition sagt "Nein"!

Eine Baulanderschließung in Abweiler mit geplanten 22 Einfamilienhäusern und zwei Mehrfamilienhäusern mit je sechs Wohnungen sorgte für tiefgehende Diskussionen in der Sitzung des Bettemburger Gemeinderates vom 29. April. Die Debatte hatte viele Dorfbewohner angelockt.

Einleitend erklärte Bürgermeister Robert Biwer (LSAP) den Zuhörern die vorgeschriebenen Genehmigungsprozeduren. Mit Hilfe des vorliegenden Urbanisationskonzeptes sollen bestehende innerörtliche Baulücken geschlossen werden. Dabei handele es sich um einen vom Studienbüro „Zeyen und Baumann“ erstellten Bebauungsplan zur Erschließung der Areale von verschiedenen Grundstücksbesitzern in der „zone centrale II“. Der Innenminister habe diesem Teilbebauungsplan das Gütesiegel eines Projektes mit einem besonderen Urbanisationscharakter verliehen.

Für Rat Laurent Zeimet (CSV) hätte es zuerst einer generellen Diskussion um eine allgemeine nachhaltige zukünftige Entwicklung der Gemeinde aus allen Perspektiven zur Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung bedurft. „Wohl muss Wohnraum geschaffen werden, ob diese Entwicklung allerdings in Abweiler starten soll, sei dahingestellt“, so Laurent Zeimet weiter. Dieses überdimensionierte Projekt zerstöre den vorhandenen Dorfcharakter. Gleichwohl wunderte sich der Redner, dass der Schöffenrat, trotz einer Petition, keine Diskussion mit den Einwohnern gesucht habe.

Rat Gusty Gras (DP) sah sich in seiner Ablehnung zum nationalen Wohnungsbaupakt bestätigt. Rätin Josée Lorsché (Déi Gréng) kritisierte die sich stets weiter entwickelnde Baudichte während der verschiedenen Planungsphasen. Gemeinsam lehnte die Opposition den Teilentwicklungsplan ab.