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Zweite „Semaine européenne du dépistage du VIH“: Chance auf Früherkennung
Lokales 2 Min. 20.11.2014

Zweite „Semaine européenne du dépistage du VIH“: Chance auf Früherkennung

HIV-Infektionen können durch Tests frühzeitig erkannt werden.

Zweite „Semaine européenne du dépistage du VIH“: Chance auf Früherkennung

HIV-Infektionen können durch Tests frühzeitig erkannt werden.
Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 20.11.2014

Zweite „Semaine européenne du dépistage du VIH“: Chance auf Früherkennung

In Europa leben 2,3 Millionen HIV-Infizierte Menschen. Ein Drittel von ihnen weiß nicht, dass sie mit dem tödlichen Virus angesteckt sind.

(AH) - In Europa leben 2,3 Millionen HIV-Infizierte Menschen. Ein Drittel von ihnen weiß nicht, dass sie mit dem tödlichen Virus angesteckt sind. Wer allerdings nichts von seiner HIV-Infektion weiß, erhält auch keine Behandlung und stellt zudem unbewußt ein großes Risiko dar. In der zweiten „Semaine européenne du dépistage du VIH“, vom 21. bis 28. November, werden in der „HIVberodung“ des Luxemburger Roten Kreuzes täglich anonyme und kostenlose Schnelltests angeboten.

Aids ist noch immer unheilbar, aber mit der richtigen Behandlung können HIV-Infizierte ein fast normales Leben führen. Durch eine frühzeitige Diagnose sind die Betroffenen in der Lage, rechtzeitig mit der Therapie zu beginnen und den Verlauf der Infektion vorteilhaft zu beeinflussen.

„Das HIV-Virus ist sehr tückisch. Unbehandelt ist die Dauer des Verlaufs der HIV-Infektion von der Ansteckung bis zum Ausbruch von Aids von Patient zu Patient unterschiedlich. Ein Infizierter kann das Virus zum Beispiel zehn Jahre in sich tragen, ohne es zu wissen. 25 Prozent aller HIV-Infizierter in Luxemburg wissen nicht, dass sie das Virus in sich tragen. 50 Prozent der Betroffenen erhalten erst sehr spät ihre Diagnose. Durch eine Frühdiagnose kann die Ansteckungsgefahr für andere allerdings erheblich verringert werden“, erklärt Henri Goedertz der „HIVberodung“ des Luxemburger Roten Kreuzes.

82 HIV-Infektionen im Jahr 2013

Die Europäische HIV-Test-Woche richtet sich vor allem an die Menschen, die einer risikoreichen Situation ausgesetzt waren und wo es bereits einen konkreten Verdacht auf eine Ansteckung gab. Außerdem visiert sie homosexuelle Männer, Drogenabhängige, Sexarbeiter/innen und deren Kunden.

Vergangenes Jahr kam es in Luxemburg zu 33 Ansteckungen durch heterosexuellen Kontakt, 37 durch homo- und bisexuellen Kontakt, einem Fall von vertikaler Übertragung (Mutter-Kind), sieben durch Drogeninjektionen, zwei durch Transfusionen und weitere zwei wegen fehlenden Krankendaten des Patienten.

„Zielgruppen, bei denen wir gezielt mit Präventions- und Aufklärungsarbeit präsent sind, sind vor allem Migranten, Homosexuelle und Drogenabhängige. Auch in Schulen ist unsere Beratungsstelle sehr aktiv. Es ist überaus wichtig, Kinder und Jugendliche  für das Thema HIV/Aids zu sensibilisieren. Außerdem unterstützen wir ausgiebig den Kampf gegen Diskriminierung von HIV-Infizierten“, erklärt Henri Goedertz.


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