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Zwei Morde - zwei Tatverdächtige
Lokales 2 Min. 29.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Kriminalreport - Teil 3

Zwei Morde - zwei Tatverdächtige

Am "Fräiheetsbam" wurde im November die Leiche einer Prostituierten gefunden.
Kriminalreport - Teil 3

Zwei Morde - zwei Tatverdächtige

Am "Fräiheetsbam" wurde im November die Leiche einer Prostituierten gefunden.
Foto: Steve Remesch
Lokales 2 Min. 29.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Kriminalreport - Teil 3

Zwei Morde - zwei Tatverdächtige

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Mehrere grausame Verbrechen erschütterten 2016 die Öffentlichkeit. Am Jahresende prügelte ein Polizist einen Kollegen krankenhausreif. Außerdem bereiteten zwei Morde am Rande der Hauptstadt den Ermittlern Kopfzerbrechen.

(str) - Vier Morde in einem Monat, ein Polizist, der einen anderen fast zu Tode prügelt, ein Sprengstoffanschlag und ein Kopfschuss auf einem Balkon: Kein Zweifel, es war ein heißer Herbst im Großherzogtum. Doch 2016 gab es noch eine ganze Reihe anderer Kriminalfälle und Straftaten, die Ermittler und Gerichte sicherlich noch in den kommenden Jahren beschäftigen werden. Ein Überblick.

Polizist gegen Polizist

In Untersuchungshaft kam Mitte November auch ein anderer junger Polizist. Der Mann, der hobbymäßig als Amateurwrestler aktiv ist, verprügelte bei einem Streit in einer hauptstädtischen Diskothek einen anderen Polizisten derart brutal, dass akute Lebensgefahr bestand. Gegen den Angreifer wird wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Zwei Morde – gleiche Tatverdächtige

Im gleichen Monat wurden binnen zwei Tagen gleich zwei Morde am Rande der Hauptstadt begangen: Am 10. November wurde in Leudelingen die zunächst nicht identifizierte Leiche eines jungen Mannes und am 14. November jene einer rumänischen Prostituierten in Strassen entdeckt. Zwei Männer stehen unter dringendem Verdacht, beide Tötungsdelikte begangen zu haben: Der 35-jährige Betreiber einer Sicherheitsfirma aus Strassen, der erst 2015 wegen illegaler Wachschutzdienste verurteilt worden war, und ein Mann, der aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen soll. Nachdem der erste Verdächtige aufgrund von Zeugenaussagen festgenommen wurde und sein Wagen mit kaputtem Seitenfenster beschlagnahmt, brachte er sich selbst in Verbindung mit dem Mord in Leudelingen – als Mittäter. Der zweite Verdächtige wurde wenige Tage später dingfest gemacht.

Mordversuch jenseits der Grenze

Im Oktober wurden in Luxemburg zwei Männer verhaftet, die kurz zuvor nur wenige Kilometer jenseits der französischen Grenze aus sehr kurzer Distanz auf ein Auto und dessen Insassen geschossen hatten.

„Mort aux flics“

Viel Glück hatte im September zudem ein Polizist in Lamadelaine: Bei einer Routinekontrolle versuchte ein Mann den Beamten zu erstechen. Die Messerklinge brach jedoch an der Schutzweste ab. Zur Kontrolle war es gekommen, nachdem der Täter ein Schild mit der Aufschrift „Mort aux flics“ an sein Wohnungsfenster geheftet hatte.

Verlorene Kugel

Der Fall der Ende September in Fentingen von einer Kugel ins Gesicht getroffenen Frau, gilt nach wie vor als ungeklärt. Unter Verdacht stehen Jäger, die in der Nähe auf ein Wildschwein gezielt hatten. Projektil und mögliche Tatwerkzeuge liegen vor. Das Untersuchungsergebnis bleibt auch nach drei Monaten scheinbar immer noch unter Verschluss.

Kampfeslustig in Schrassig

Ebenso außerordentlich wie effizient war ein Polizeieinsatz dann Anfang September in Schrassig: In der Haftanstalt hatten drei Unruhestifter eine komplette Gefangenenstation unter ihre Kontrolle gebracht und es auf eine gewaltsame Auseinandersetzung mit den Sicherheitskräften angelegt. Das Sondereinsatzkommando beendete den Spuk noch in der Nacht. Es blieb bei geringem Materialschaden.


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