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Zwei Fußgänger sterben binnen 24 Stunden
Lokales 18.12.2017 Aus unserem online-Archiv
Nach Verkehrsunfällen

Zwei Fußgänger sterben binnen 24 Stunden

In der Dämmerung sind Fußgänger besonders gefährdet.
Nach Verkehrsunfällen

Zwei Fußgänger sterben binnen 24 Stunden

In der Dämmerung sind Fußgänger besonders gefährdet.
Foto: Guy Jallay
Lokales 18.12.2017 Aus unserem online-Archiv
Nach Verkehrsunfällen

Zwei Fußgänger sterben binnen 24 Stunden

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Jener Mann, der kurz nach 7 Uhr am Samstagmorgen in Niederfeulen von einem Lieferwagen angefahren wurde, ist in der Nacht zum Montag seinen schweren Verletzungen erlegen.

(str) - Jener Mann, der kurz nach 7 Uhr am Samstagmorgen in Niederfeulen von einem Lieferwagen angefahren wurde, ist in der Nacht zum Montag seinen schweren Verletzungen erlegen. Das teilte die Polizei am Montagabend mit. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 75-jährigen Einwohner aus Niederfeulen.

Bereits in der Nacht zum Sonntag war ein 76-jähriger Mann aus Welfringen im Krankenhaus verstorben, nachdem er in Frisingen beim Überqueren einer Straße von einem Auto erfasst worden war.

14 Fußgänger seit Ende November angefahren

Es ist der traurige Höhepunkt einer ganzen Serie von Verkehrsunfällen mit Fußgängern: Seit Ende November sind den Pressemeldungen der Polizei zufolge insgesamt 14 Passanten angefahren worden – sechs alleine am vergangenen Wochenende.

In mehreren Fällen ergriffen die Fahrer nach dem Unfall die Flucht, ohne sich um das Opfer zu kümmern. Besonders dramatisch war etwa ein Unfall gegen 1.45 Uhr in der Nacht zum vergangenen Freitag auf der Strecke vom Kreisverteiler Irrgarten nach Sandweiler. 

Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt

Auf der dreispurigen Fahrbahn, auf der regelmäßig spätnachts Fußgänger oder auch Radfahrer unterwegs sind, war ein Mann von einem Fahrzeug erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Der Unfallverursacher beging Fahrerflucht. Der Polizei liegt eine Zeugenaussage vor. Die Ermittlungen laufen.

Dabei ist Fahrerflucht kein Kavaliersdelikt – auch wenn keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Der Artikel 9 des Code de la route sieht für Fahrerflucht Haftstrafen zwischen acht Tagen und drei Jahren sowie eine Geldbuße zwischen 500 und 10.000 Euro vor. Dazu kommt der Entzug von vier Führerscheinpunkten. Gerichte können zudem ein Fahrverbot für eine Dauer zwischen drei Monaten und 15 Jahren aussprechen.

Fahrerflucht wird immer zur Anklage gebracht

Fahrerflucht zählt zudem zu jenen Verkehrsdelikten, welche von der Staatsanwaltschaft prinzipiell immer vor Gericht zur Anklage gebracht werden. Kommen Menschen bei einem Unfall zu Schaden entspricht das dem Gesetz zufolge einer fahrlässigen Körperverletzung oder Tötung. Die Höchststrafe liegt dann bei zwei Monaten bzw. zwei Jahren.

Wer den Tod anderer Menschen durch grobes Fehlverhalten duldend in Kauf nimmt, kann aber unter Umständen auch wegen Totschlags angeklagt werden und eine lebenslange Gefängnisstrafe riskieren.


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29.8.2015 Luxembourg, Ville,Unfall, Polizei, accident, Polizeibericht, Zwischenfall photo Anouk Antony
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28.4. Lux-Stadt / bd Royal / Verkehr / Fussgänger, Auto, Bus , foto:Guy Jallay