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Zum Weltnichtrauchertag: Apfel statt Zigarette - so werden Sie zum Nichtraucher
Lokales 2 Min. 31.05.2016

Zum Weltnichtrauchertag: Apfel statt Zigarette - so werden Sie zum Nichtraucher

Gemäß einer im Auftrag der Fondation Cancer durchgeführten TNS-Ilres-Umfrage rauchen in Luxemburg 21 Prozent der über 15-Jährigen.

Zum Weltnichtrauchertag: Apfel statt Zigarette - so werden Sie zum Nichtraucher

Gemäß einer im Auftrag der Fondation Cancer durchgeführten TNS-Ilres-Umfrage rauchen in Luxemburg 21 Prozent der über 15-Jährigen.
Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 31.05.2016

Zum Weltnichtrauchertag: Apfel statt Zigarette - so werden Sie zum Nichtraucher

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
Sie wollen mit dem Rauchen aufhören? Dr. Simone Steil vom Gesundheitsamt erklärt in 8 Punkten, worauf Sie achten sollten. Das Wichtigste ist ganz klar die Motivation.

(DL) - Sie wollen mit dem Rauchen aufhören? Dr. Simone Steil, Chefmedizinerin der  „division médecine préventive“ bei der „Santé“, erklärt in 8 Punkten, worauf man achten sollte.

1) Der Wille:
Das wichtigste ist die Motivation, der Willen, aufzuhören, erklärt Dr. Steil. Demnach soll man sich am besten ein gewisses Stichdatum setzen – den eigenen Geburtstag beispielsweise, oder den heutigen Weltnichtrauchertag.

2) Komplett:
Am besten sei es, radikal aufzuhören – also das Rauchen ab einem bestimmten Tag komplett zu unterlassen. Zigaretten und Aschenbecher sollte man entsorgen – und mit der Familie über sein Vorhaben sprechen.

3) Nikotinsubstitute:
Wer es nicht alleine schafft, mit dem Rauchen aufzuhören, sollte sich Hilfe vom Arzt holen. So gebe es verschiedene Motivationstherapien („thérapies cognitives et comportementales“), die dabei helfen, möglichst stressfrei von der Zigarette loszukommen. Gegebenenfalls könnten sogenannte Nikotinsubstitute Abhilfe schaffen – also Patches oder Kaugummis, die man in der Apotheke besorgen kann. Im schlimmsten Fall kann der Arzt ein Medikament verschreiben, erklärt Dr. Steil.

4) Ernährung:
Die Expertin rät angehenden Nichtrauchern, während des Aufhörens gut auf ihre Ernährung zu achten. Da das Nikotin den Metabolismus stimuliert – und oftmals durch Essen kompensiert wird – könne man ansonsten zunehmen. Mehr als drei Mahlzeiten am Tag solle man nicht zu sich nehmen – und nicht zwischendurch naschen.

5) Ersatzritual:
Starken Kaffee oder Tee
solle man vermeiden, da diese einen noch nervöser machen. Wenn man Lust auf eine Zigarette verspürt, solle man stattdessen ein alternatives Ritual durchführen: ein Glas Wasser trinken, einen zuckerfreien Kaugummi kauen, einen Apfel essen, rät Dr. Steil. Diese neue Gewohnheit soll die Zigarette in Zukunft ersetzen.

6) Sport:
Weiter ist es ratsam, Sport zu machen, sich zum Beispiel in einem Kurs einzuschreiben oder mit Freunden zu verabreden. „Wenn man mit dem Rauchen aufhört, bemerkt man sehr schnell, dass man sich in einer besseren, physischen Verfassung befindet“, unterstreicht Steil. Und dies hat einen sehr motivierenden Effekt.

7) Entspannung:
Entspannungsmethoden
wie Yoga, aber auch Hypnose, Akupunktur, Homöopathie und Mesotherapie, könnten ebenfalls Abhilfe schaffen, auch wenn die Wirksamkeit dieser Methoden nicht wissenschaftlich bewiesen sei.

8) Unterstützung:
Unterstützung beim Aufhören bietet ferner das „Raucher-Entwöhnungprogramm“, eine Initiative des Gesundheitsministeriums und der Gesundheitskasse. Es sieht eine achtmonatige Begleitung des Patienten durch einen Arzt vor. Die erste und letzte Besprechung werden komplett von der Krankenkasse zurückerstattet. Die Kosten für die Medikamente werden zur Hälfte übernommen, dies bis zu einem Höchstbetrag von 100 Euro.

Dr. Simone Steil unterstreicht, dass es der Mehrheit der Betroffenen nicht auf Anhieb gelingt, aufzuhören – die meisten würden zwei bis drei Versuche benötigen, bis sie es schaffen.


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03.03.08 illustration,   conference de presse de la fondation lux. contre le cancer" les habitudes tabagiques au Luxembourg", Rauchen, frauen beim Rauchen, cigarette, zigarette, nikotin, photo: Marc Wilwert
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