Zum "Tag des 112": Sechs Fakten zu unserer Notrufzentrale
(DL) - Es ist eine einfache Zahlenfolge und damit eine Telefonnummer, die sich jeder merken kann: 1-1-2. Unter dieser Durchwahl erreicht jeder Bürger rund um die Uhr die Notrufzentrale „112“ – und erfährt schnelle Hilfe und Unterstützung im Falle einer Notsituation. Doch wie viele Anrufe gehen pro Tag beim 112 ein? Wie oft liegt tatsächlich eine Notsituation vor? Und was sollte man bei einem Notruf unbedingt beachten? Heute ist Europäischer Tag des Notrufs - Zeit für einen Blick hinter die Kulissen des 112.
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1) Wie oft klingelt beim 112 dasTelefon?
1 600 Mal pro Tag klingelt das Telefon in der Notrufzentrale in Cloche d'Or im Durchschnitt. Zieht man die Anrufe von anderen Rettungskräften ab (Rückmeldungen und Nachfragen), gehen950 Anrufe von außen ein.
2) Wie häufig liegt tatsächlich eine Notsituation vor?
Bei etwa zehn Prozent davon handelt es sich tatsächlich um Notfälle, die denn auch in einem Einsatz münden. Die Rettungskräfte rücken pro Tag etwa 180 Mal aus.
3) In welcher Sprache finden die Anrufe statt?
50 Prozent der Anrufe gehen auf Luxemburgisch ein. Die anderen finden in der Regel auf Französisch, Deutsch oder Englisch statt, aber auch in weiteren Fremdsprachen. Dies kann gelegentlich problematisch werden, erklärt Christopher Schuh, Leiter der „Centrale des Secours d'Urgence“ (CSU). Die Notrufzentrale unterhält jedoch direkte Verbindungen zu den Kollegen im Ausland – die im Falle eines Falles sofort übersetzen können.
4) Wann gehen die meisten Anrufe ein?
Unter der Woche gehen die meisten Anrufe zwischen 8 Uhr morgens und 22 Uhr abends ein. An den Wochenenden verschiebt sich dieser Zeitrahmen etwas nach hinten.
5) Wie viele Personen arbeiten beim 112?
Insgesamt sind in der Not rufzentrale 17 Mitarbeiter beschäftigt. Mindestens drei Personen sind rund um die Uhr im Einsatz. Bei großen Ereignissen wird das Team präventiv aufgestockt.
6) Was muss man bei einem Notruf beachten?
Idealerweise soll ein Notruf maximal 80 Sekunden dauern – vom Anruf bis zur Alarmierung der Rettungsdienste. Folgende fünf W's müssen unbedingt beachtet werden:
-Wer ist am Telefon?
-Was ist geschehen?
-Wo ist es passiert?
-Wie viele Personen sind verletzt? (bzw. welche anderen Details sind noch zu nennen?)
-Warten: Am Telefon bleiben, bis die Notrufzentrale bestätigt, dass sie über alle nötigen Informationen verfügt.