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Zum Tag der Geschwister: Die Geschwister Kox: „Elf Freunde müsst ihr sein“
Lokales 12 3 Min. 10.04.2015

Zum Tag der Geschwister: Die Geschwister Kox: „Elf Freunde müsst ihr sein“

Lokales 12 3 Min. 10.04.2015

Zum Tag der Geschwister: Die Geschwister Kox: „Elf Freunde müsst ihr sein“

Die Großen passen auf die Kleinen auf. Manchmal gehen die Kleinen den Großen auf die Nerven. Sie durchleben Höhen und Tiefen. Geschwister verbindet eine ganz besondere Beziehung. Wer könnte das besser wissen als die elf Geschwister Kox?

(DL) - „Wenn unsere Mutter gefragt wurde, was sie später einmal werden wolle, dann hat sie stets geantwortet: Ich möchte Mutter werden von vielen Kindern!'“, sagen die Geschwister Kox. Dieser Wunsch sollte in Erfüllung gehen. Elf Kindern schenkten Elisabeth Risch und François Kox, beide gebürtig aus Remich, das Leben: Martin, Bernadette, Madeleine, Suzette, Antoinette, Laurent, Yolande, Joseph, Benoît, Henri und Mariette. Fünf Jungen und sechs Mädchen. Elf verschiedene Charaktere! Ein Familienporträt zum Tag der Geschwister am 10. April.

Elisabeth Risch und François Kox gaben sich 1946 das Ja-Wort. François Kox war Winzer und Landwirt, „en Naturmënsch“, erzählt Bernadette Kox. Die Mutter, Elisabeth, dynamisch und voller Energie. „Sie war eine engagierte Frau – und das in allen Hinsichten“, sagen Henri und Jo. Zuhause, in der Kirche, in der Politik.

Elisabeth Risch stand 40 Jahre lang den „Fraën a Mammen“ in Remich vor, war Mitglied der CSV und Präsidentin der Frauensektion, bis sie sich dem Kampf gegen die Atomenergie verschrieb und sich unermüdlich gegen das geplante Kernkraftwerk in Remerschen sowie die französische Zentrale in Cattenom einsetzte. 

Jeder ist seinen Weg gegangen

Als Kandidatin der Grünen nahm sie 1994 und 1999 an den Landeswahlen teil. Ein Engagement, das auf die Kinder abgefärbt hat. Schließlich sind Henri, der zweitjüngste der Truppe, und der „große Bruder“, Martin, bei den Grünen aktiv, ersterer als Abgeordneter und Bürgermeister von Remich, letzterer als Erster Schöffe von Esch/Alzette.

Für Elisabeth Risch und 
François Kox stand von
Anfang an fest, dass sie eine Großfamilie gründen wollten. 1999 ist Mutter Elisabeth verstorben, Vater François 2004. Die elf Geschwister Kox sagen: „Unsere Eltern haben uns stark geprägt, uns eine ganze Reihe von Werten
vorgelebt und uns mit auf den Weg gegeben.“
Für Elisabeth Risch und 
François Kox stand von
Anfang an fest, dass sie eine Großfamilie gründen wollten. 1999 ist Mutter Elisabeth verstorben, Vater François 2004. Die elf Geschwister Kox sagen: „Unsere Eltern haben uns stark geprägt, uns eine ganze Reihe von Werten
vorgelebt und uns mit auf den Weg gegeben.“
Foto: Familie Kox

„Wir sind alle engagiert, jeder in einem anderen Bereich“ erklären die Geschwister. „Unsere Eltern haben uns zwei Haupteigenschaften mit auf den Weg gegeben: Sich einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen“, fasst Martin Kox zusammen. Und jeder ist seinen eigenen Weg gegangen. 

"Wir hatten ein offenes Haus"

Aufgewachsen sind die elf Geschwister in Remich, im Elternhaus von Vater François. Und bei Familie Kox war immer etwas los. „Die Tür bei uns stand jederzeit offen. Einen Schlüssel gab es nicht!“ Kein Wunder also, dass die Nachbarskinder ebenfalls bei Familie Kox herumtollten. „Wir haben in einem Spielparadies gelebt, mit unbegrenzten Möglichkeiten. Dies da wir auf dem Land, mit Wald und Wiesen hinter dem Haus, gewohnt haben“, erinnern sich die Geschwister. So wurde im Winter denn auch mal der Schlitten an den Traktor gehangen, und die Kox-Kinder hatten ihre eigene, ganz besondere Attraktion.

Doch wie funktionierte das Leben in der Großfamilie? Dass jeder eine Hand mit anpackte, war eine Selbstverständlichkeit, betonen die Geschwister, eine einfache, „normale“ Sache. Zuhause, in den Weinbergen, auf dem Hof. Zwischen dem Erstgeborenen, Martin, und der jüngsten im Bunde, Mariette, liegt ein Altersunterschied von 18 Jahren – die Geschwister haben also auch füreinander gesorgt. 

"Wenn einer von uns ruft, dann kommt auch jemand!"

„Unser Alltag war sehr strukturiert“, sagen die Geschwister rückblickend. Sie beschreiben sich als sportbegeistert, verbrachten ihre Freizeit mit Basketball und Fußball spielen, genau wie in den Scouten. „Und er war geprägt von den verschiedenen Festen, die uns große Freude bereiteten.“ Das erkennt man bei einem Blick ins Familienfotoalbum sofort. Taufen, Kommunionen, Geburtstage, Familienfeste, die Goldene Hochzeit der Großeltern: Familie Kox hat es sichtlich genossen, zusammen zu feiern.

Wie ist die Beziehung zwischen den Geschwistern heute? „Wenn einer von uns ruft, dann kommt auch jemand“, bringt Bernadette es auf den Punkt. Über Telefon und via E-Mail halten sich die elf über alles Wichtige auf dem Laufenden. Besondere Anlässe bringen die Kox-Kinder auch heute regelmäßig zusammen. Zweifelsfrei war bei diesen Festen schon früher richtig was los. Wie sich das wohl aktuell verhält? Schließlich hat sich die Familie inzwischen um 27 Enkel und neun Urenkel erweitert...