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Zugverspätungen: Über 90 Prozent der Züge sind pünktlich
Die Kontinuität des Zugverkehrs konnte Minister Bausch zufolge 2017 in 98 Prozent der Fälle gewährleistet werden.

Zugverspätungen: Über 90 Prozent der Züge sind pünktlich

Foto:Guy Jallay
Die Kontinuität des Zugverkehrs konnte Minister Bausch zufolge 2017 in 98 Prozent der Fälle gewährleistet werden.
Lokales 02.02.2018

Zugverspätungen: Über 90 Prozent der Züge sind pünktlich

Der Schienenverkehr in Luxemburg ist unpünktlich, so die beiden Abgeordneten Sylvie Andrich-Duval und Yves Cruchten. Der zuständige Minister Bausch kontert mit Statistiken.

(m.r.) - Viele Zugreisende kamen am Freitagmorgen zu spät zur Arbeit. Eine Zugpanne am Hauptbahnhof in Luxemburg-Stadt hatte im gesamten nationalen Schienennetz für Verspätungen gesorgt.

Zu spät kommende Züge seien hierzulande keine Ausnahme, so die CSV-Abgeordnete Sylvie Andrich-Duval. In einer parlamentarischen Frage an den zuständigen Infrastrukturminister François Bausch zeigt sich die Politikerin über die Zuverlässigkeit des Schienennetzwerkes besorgt. Um die verlorene Arbeitszeit auszugleichen, müssten viele Arbeitnehmer Überstunden machen und im Privatsektor würde man den Mitarbeitern sogar anraten wieder mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, so Andrich-Duval.

Keine Entschädigung vorgesehen

Minister Bausch antwortet mit Statistiken: Demnach seien 2017 im Durchschnitt 94 Prozent der CFL-Züge pünktlich abgefahren, 90,8 Prozent von ihnen seien auch pünktlich angekommen. Die Kontinuität des Zugverkehrs hätte zudem in 98 Prozent der Fälle gewährleistet werden können. In der Statistik werden allerdings nur Verzögerungen ab sechs Minuten als Verspätung berücksichtigt, so wie es auch von der Europäischen Kommission vorgesehen ist. Entschädigungen für Zugreisende seien nicht geplant, so Bausch.

Auch der Abgeordnete Yves Cruchten hat sich in einer parlamentarischen Frage an Minister Bausch mit dem Schienenverkehr beschäftigt. Der LSAP-Politiker interessierte sich unter anderem  für die Zuverlässigkeit der Linie 60. Seit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember geben es auf der Strecke vermehrt Verspätungen.

"Fahrplanbewertung verfrüht"

In seiner Antwort räumt Bausch ein, dass es im Dezember zu Störungen auf der Linie gekommen war. Etwa hatten französische Zugkontrolleure nach Aggressionen auf SNCF-Mitarbeiter Gebrauch von ihrem Rückzugsrecht gemacht. Dies hatte auch negative Auswirkungen auf die Linie 60, so Bausch.

Es sei allerdings verfrüht, um Schlussfolgerungen über den neuen Fahrplan zu ziehen. Dies habe die CFL aber noch während des ersten Trimester 2018 vor. Dann würde man auch über eventuelle Änderungen für das Jahr 2019 nachdenken.

Der Minister verweist in seiner Antwort zudem auf das CFL-Projekt Auris. In dessen Rahmen sollen die Bahnhöfe hierzulande mit Displays ausgestattet werden. So sollen die Zugreisenden besser über Verspätungen informiert werden. Bereits jetzt können Zugreisende dies über die Handyanwendung "CFL mobile" und den Twitter-Account der CFL tun.


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