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Zufriedenstellende Obsternte in Sicht
Lokales 09.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Zufriedenstellende Obsternte in Sicht

Die Obstbauern zeigen sich mit der aktuellen Erntelage zufrieden.

Zufriedenstellende Obsternte in Sicht

Die Obstbauern zeigen sich mit der aktuellen Erntelage zufrieden.
Foto: Jacques Ganser
Lokales 09.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Zufriedenstellende Obsternte in Sicht

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Trotz Hitzewelle und Spätfrost sind die luxemburgischen Obstbauern zuversichtlich, was die 2019er Ernte betrifft.

Nach den Getreidebauern haben nun auch die Obstbauern Bilanz gezogen: Beim Kernobst, das mit den Äpfeln den Großteil der heimischen Produktion ausmacht, wird allgemein eine gute bis zufriedenstellende Ernte erwartet. Probleme bereiteten vor allem einige Frostnächte zwischen dem 10. und dem 15. April. Besonders in Tallagen und in natürlichen Obstbaumbeständen kam es deswegen zu teilweise sehr hohen Verlusten. In den größeren Obstzuchtanlagen hielt sich der Ausfall hingegen in Grenzen.

Hitzewellen und Trockenheit


Die Sonne hat Weißweintrauben verbrannt.
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Die hochsommerlichen Temperaturen und die Dürre der vergangenen Wochen machen nicht nur Menschen und Tieren zu schaffen – auch die Trauben an der Mosel leiden.

 Während Hagel in diesem Jahr kein größeres Problem darstellte, so waren es vor allem die zwei Hitzewellen und die anhaltende Trockenheit die den Obstbauern zu schaffen machten. Bei Außentemperaturen von mehr als 40 Grad wurden stellenweise 54 Grad im Innern der Äpfel gemessen. „Da ist das Kompott schon fast fertig“, so Franz-Josef Scheuer, landwirtschaftlicher Berater bei Eist Uebst a Geméis.

Nur mit Zusatzbewässerung konnten überhaupt Früchte produziert werden, die marktfähig sind. Allgemein zeigt man sich bei den Obstbauern von Eist Uebst a Geméis denn auch zufrieden, insbesondere über die Entwicklung der Früchte in den letzten Wochen

Die Produktion wird über eine bestehende Kooperation ausschließlich an eine große luxemburgische Supermarktkette verkauft. Rund 12 regionale Produzenten sind in diesem Label zusammengeschlossen, dies mit dem Ziel, regional hochwertigen Obst- und Gemüseanbau anzubieten.


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„In Luxemburg werden auf rund 60 Hektar Äpfel angebaut, hinzu kommen 10 Hektar Anbaufläche für Steinobst und rund fünf Hektar Erdbeeren als reine Erwerbsfläche“, so Jean-Claude Muller vom Lëtzebuerger Landesuebstbauveräin. Zudem bestehen noch unzählige historische Bongerten. Bio-Produkte, der vernünftige Einsatz von Pflanzenschutzmittel durch technische Weiterentwicklungen sieht Muller als die großen Herausforderungen für die Zukunft.


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