Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Zuckerwatte unter blauem Himmel
Die Brüder Elio und Yanis versuchen ihr Glück an den Schießbuden.

Zuckerwatte unter blauem Himmel

Foto: Steve Eastwood
Die Brüder Elio und Yanis versuchen ihr Glück an den Schießbuden.
Lokales 11.09.2018

Zuckerwatte unter blauem Himmel

Am letzten Tag der Schobermesse schnuppern die Besucher noch einmal Kirmesluft, bevor es heißt, Abschied nehmen bis zum nächsten Jahr.

Von Christine Lauer

Für Jann Blanc und seine Tochter Laura sind es nicht etwa die blinkenden Kirmeslichter oder der Geruch nach gebrannten Nüssen, die den Charme der Schobermesse ausmachen, sondern die Musik. „Ich mag die Lieder, die hier gespielt werden“, erzählt der 42-Jährige.

Laura Blanc liebt die Zuckerwatte, die es auf der Fouer zu kaufen gibt.
Laura Blanc liebt die Zuckerwatte, die es auf der Fouer zu kaufen gibt.
Foto: Steve Eastwood

Ihn freut es, noch am letzten Fouer-Tag die Zeit gefunden zu haben, um eine Runde über das Glacisfeld zu drehen; auch wenn sich die Hinfahrt etwas schwieriger gestaltete als gedacht. „Eigentlich wollten wir am Parking Bouillon den Bus nehmen, doch dieser war so überfüllt, dass wir schlussendlich doch mit dem Auto hergefahren sind.“

Einfacher hatten es da Julien Beladina, Fabrice Eusebi und Mike De Carvalho, die in der Gegend vom Glacis arbeiten und deswegen zu Fuß zur Schueberfouer kamen. In den letzten zweieinhalb Wochen haben die jungen Männer ihre Mittagspause öfters dazu genutzt, um an einem der Stände eine Kleinigkeit zu essen und auf den Autoscootern ihre Fahrkünste unter Beweis zu stellen – und zwar in Anzug und Krawatte. „Das Spiel macht Kindern wie auch Erwachsenen Spaß“, sagt Fabrice schmunzelnd.

Fabrice Eusebi (2. v. l.) aus Kleinbettingen ist ein Autoscooter-Fan.
Fabrice Eusebi (2. v. l.) aus Kleinbettingen ist ein Autoscooter-Fan.
Foto: Steve EASTWOOD

Nicht weit von dem Fahrgeschäft entfernt stehen Mila Lefeber und Laura Braun. Die Schülerinnen haben fast jeden Tag auf der Fouer verbracht. Die Frage nach ihrem Lieblingsspiel beantworten sie einhellig. So hat der Schleuderturm „Infinity“ es den Kirmes-Expertinnen besonders angetan.

Mila Lefeber und Laura Braun testen gerne die verschiedenen Fahrgeschäfte aus.
Mila Lefeber und Laura Braun testen gerne die verschiedenen Fahrgeschäfte aus.
Foto: Steve Eastwood

Ob sie noch einmal eine Runde auf dem Fahrgeschäft wagen, wissen sie noch nicht. „Mal schauen“, lacht Mila. Zuerst möchten die beiden ein paar Freunde grüßen, die, wie es der Zufall will, gerade auf den Autoscootern sitzen und sich ein Rennen liefern.

Langsamer gehen es Danielle und Christine Tarajie an. Die zwei Schwestern besuchen seit 50 Jahren gemeinsam die Schobermesse. „Wir mögen die Atmosphäre“, erklärt Danielle. Mehr noch mögen sie aber das Essen, insbesondere die Waffeln von „Jean La Gaufre“.

Christine Taraji ist mit dem Zug nach Luxemburg gefahren, um mit ihrer Schwester Danielle, die in Luxemburg lebt, die Schobermesse zu besuchen.
Christine Taraji ist mit dem Zug nach Luxemburg gefahren, um mit ihrer Schwester Danielle, die in Luxemburg lebt, die Schobermesse zu besuchen.
Foto: Steve Eastwood

Begleitet auf ihrem Bummel durch die Fouer-Gassen werden die Französinnen von Bébé, einem siebenjährigen Bologneser. „Er ist an den Lärm gewöhnt“, sagt Danielle. „Der alljährliche Jahrmarktbesuch hat bei uns nämlich Tradition.“


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Zwischen Karussell und Kirmesbude
Vor dem nahenden Ende der Schobermesse gewähren drei Schausteller dem „Luxemburger Wort“ einen Einblick in das Leben inmitten des Jahrmarkttrubels.
Portraits Schausteller auf der Schuebefouer, Lucile de Maria, Max, photo : Caroline Martin©
Wenn den Schaustellern was auf der Seele brennt
Wenn Partick Muller über das Gelände der Schobermesse spaziert, erkennen ihn viele der Schausteller. Der 49-jährige ist Geistlicher und kümmert sich seit 2002 um die Sorgen und Nöte der Schausteller.
Patrick Muller (l.) macht jeden Tag einen Rundgang über die Schobermesse, grüßt die Schausteller und fragt, wie das Geschäft läuft.
Rummel vor dem Rummel
Lieferungen annehmen, Speisen vorkochen, Schaubuden reinigen oder Fahrgeschäfte warten: Damit während den Hauptlaufzeiten an einem Fouertag auch alles wie gewohnt verläuft, braucht es jeden Morgen gewisse Vorbereitungen.
Georges Franclet von der Confiserie Chez Nono lüftet seine süßen Knabbereien – das jeden Fouermorgen, seit 22 Jahren.
Die Tram kommt an
Seit Kurzem fährt die Tram nun auch über die Rote Brücke bis zur Stäreplaz, an dem eine weitere Umsteigeplattform entsteht. Damit rückt die Tram näher ans Stadtzentrum – und fährt an der Fouer vorbei.
Seit einem Monat fährt die Tram nun über die Rote Brücke bis zur Stäreplaz. 17 bis 20 Minuten dauert die gesamte Fahrt von der Luxexpo bis zur neuen Endstation.