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Zolver: Bis zu 320 Flüchtlinge im früheren Altersheim
Ab zweiter Hälfte 2016 sollen Flüchtlinge im früheren Altersheim in Zolver einziehen.

Zolver: Bis zu 320 Flüchtlinge im früheren Altersheim

Foto: Raymond Schmit
Ab zweiter Hälfte 2016 sollen Flüchtlinge im früheren Altersheim in Zolver einziehen.
Lokales 23.10.2015

Zolver: Bis zu 320 Flüchtlinge im früheren Altersheim

Im früheren Altersheim in Zolver sollen bis zu 320 Flüchtlinge untergebracht werden. Am Donnerstag wurden die Bürger über das Vorhaben informiert.

(na) - Das frühere Altersheim in Zolver soll bis zu 320 Flüchtlinge aufnehmen, so Innenminister Dan Kersch auf einer gut besuchten Informationsversammlung am Donnerstagabend.

"Alles andere als ein Fünf-Sterne-Hotel"

In den 80 Einzelzimmern sollen je vier Betten installiert werden, erklärte Bürgermeister Georges Engel. "Das ist alles andere als ein Fünf-Sterne-Hotel", unterstrich Dan Kersch.

Da man in Zolver ausreichend Kapazitäten schaffen könne, sei die ursprüngliche Idee, ein Containerdorf in Belval zu errichten vom Tisch.

Sicherheitsbeamten und Betreuer

Wie im Falle der geplanten Containerdörfer in Diekirch, Junglinster, Mamer und Steinfort, ist auch im früheren Altersheim ein Betreuer pro 30 Personen vorgesehen, sowie private Sicherheitsbeamte. Es handle sich nicht um eine Gefängnisstruktur, sowohl Flüchtlinge wie Besucher könnten ein und aus gehen, doch sei eine Kontrolle am Eingang geplant, erklärte der Minister weiter.

Voraussichtlich fünf Jahre lang

So wie bei den anderen Containerdörfern, handele es sich auch im Falle des früheren Altersheims nicht um eine endgültige Lösung. Die Rede war von einem Zeitrahmen von etwa fünf Jahren.

Flüchtlingskinder sollen in einer ersten Phase in der Nähe des Altersheims unterrichtet werden. Erst wenn ihr Aufenthalt länger dauere -  die Rede war von etwa einem Jahr -  sollen sie in den Gemeindeschulen integriert werden.

Erste Flüchtlinge ab zweiter Hälfte 2016

Wegen notwendiger Umbauarbeiten wird die Struktur, ähnlich wie die anderen Containerdörfer auch, erst ab Mitte 2016 eröffnen. Wie zu erfahren war, hätten Vandalen in dem seit 2012 leer stehenden Gebäude viel Schaden angerichtet. Fenster wurden eingeschlagen und auch die Heizung müsse repariert werden.

Etwa 270 Personen nahmen an der Versammlung teil. Dabei kamen wohl Sorgen und zum Teil Ängste hervor, aber auch viele Solidaritätsaussagen. So wurde sich unter anderem darüber informiert, wie gemeinsame Aktivitäten für die künftigen Bewohner organisiert werden könnten.

Die meisten Bürger zeigten Verständnis für die missliche Lage der Flüchtlinge. Eine Dame meinte: "Sollte Morgen etwas in Cattenom geschehen, sind wir alle in der selben Situation wie diese Flüchtlinge".



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