Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Zöllner angefahren: Fahrverbot wird neu verhandelt
Lokales 08.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Zöllner angefahren: Fahrverbot wird neu verhandelt

Der Zollbeamte war bei dem Vorfall im Oktober 2013 schwer verletzt worden.

Zöllner angefahren: Fahrverbot wird neu verhandelt

Der Zollbeamte war bei dem Vorfall im Oktober 2013 schwer verletzt worden.
Foto: Tania Feller/LW-Archiv
Lokales 08.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Zöllner angefahren: Fahrverbot wird neu verhandelt

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Die Kassationsrichter haben im Fall Jérémy L. entschieden: Es bleibt bei der achtjährigen Haftstrafe, über das fünfjährige Fahrverbot wird jedoch neu verhandelt.

Jérémy L., der in der Nacht zum 18. Oktober 2013 bei einer Kontrolle auf der Aire de Capellen einen Zollbeamten angefahren und schwer verletzt hatte, muss seine achtjährige Haftstrafe absitzen. An dem fünfjährigen Fahrverbot, das am 16. Mai vergangenen Jahres in zweiter Instanz gegen ihn gesprochen wurde, könnte sich jedoch noch etwas ändern.

Denn die Richter des Kassationshofes haben am Donnerstag das Urteil aufgehoben und annulliert, allerdings nur was die Nebenstrafe des Fahrverbots betrifft. Gegen den Angeklagten war sowohl das Fahren ohne Führerschein als auch die Fahrerflucht zurückbehalten worden. Deshalb hätten die Richter in zweiter Instanz zwei Fahrverbote, deren Dauer addiert wird, aussprechen müssen. Sie hatten in ihrem Urteil jedoch für beide Verstöße ein einziges Fahrverbot zurückbehalten.

Über die Dauer des Fahrverbotes wird nun erneut vor dem Berufungsgericht verhandelt, allerdings mit einem neu zusammengesetzten Richtergremium. Wann dieser Prozess stattfinden wird, steht noch nicht fest.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Bleibt es für Jérémy L., der im Oktober 2013 einen Zollbeamten angefahren hatte, bei einer achtjährigen Haftstrafe oder wird der Fall neu verhandelt? Diese Entscheidung werden die Kassationsrichter am Donnerstag bekanntgeben.
Am 18. Oktober 2013 fuhr Jérémy L. einen Zollbeamten auf der Aire de Capellen um.
Überfall auf G4S-Zentrale
Die drei verurteilten G4S-Räuber nutzten am Donnerstag ihre vorerst letzte Chance, ihrer Haftstrafe von 22 Jahren zu entgehen. Vor dem Kassationsgericht machten sie Formfehler geltend.
Am 3. April 2013 hatten mindestens fünf Täter den G4S-Hauptsitz in Gasperich überfallen.
Zöllner angefahren
Gegen den 29-Jährigen, der im Oktober 2013 anlässlich einer Kontrolle auf der Autobahnraststätte Aire de Capellen einen Zöllner angefahren und schwer verletzt hatte, wurde im Berufungsprozess letztendlich der Straftatbestand des versuchten Totschlags nicht aufrechterhalten.
Der Tatort war nach dem Zwischenfall abgeriegelt worden, um Spuren zu sichern.
Jérémy L. überfuhr im Oktober 2013 bei einer Kontrolle auf der Aire de Capellen einen Zöllner, der beinahe an seinen schweren Verletzungen starb. In erster Instanz wurde er zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Heute fällt das Urteil in zweiter Instanz.
Am 18. Oktober 2013 fuhr Jérémy L. einen Zollbeamten auf der Aire de Capellen um.
Im Prozess um den G4S-Überfall im April 2013 ist das letzte Wort auch nach dem Schuldspruch in zweiter Instanz nicht gesprochen: Ein erster Kassationsantrag liegt bereits vor.
Mehr als 80 Mal war am Tag des Überfalls auf Polizisten geschossen worden.
Maître Rosario Grasso zum Urteil im Hasseler Mordfall
Für den Anwalt Rosario Grasso ist das Urteil der Berufungskammer ein Zeichen, dass Richter frei und ungebunden entscheiden dürfen. Der Anwalt ordnet das spektakuläre Urteil ein.
Für Maitre Rosario Grasso ist das Urteil des Appelationsgerichtes in Sachen Hasseler Mord nicht wirklich eine Überraschung.