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Zimmer ohne Aussicht

Zimmer ohne Aussicht

Illustrationsfoto: Shutterstock
Lokales 5 Min. 22.10.2018

Zimmer ohne Aussicht

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Steigende Immobilienpreise und niedrige Löhne führen dazu, dass manche Menschen hierzulande nur in einem „Cafészëmmer“ eine Bleibe finden. Dabei genießen diese nach wie vor einen zweifelhaften Ruf. Andere, preiswertere Wohnmöglichkeiten sind aber nur schwer zu finden.

Alternativen gibt es kaum. In Zeiten, in denen für ein kleines Studio schon mal 1.000 Euro Miete und zusätzlich noch eine dreimonatige Kaution verlangt werden, suchen Alleinlebende, die wenig verdienen, nach preiswerteren Optionen. Oft haben sie keine andere Wahl, als bei Verwandten unterzukommen, mit jemandem eine Wohnung zu teilen oder auf die andere Seite der Grenze zu ziehen. Einige wiederum finden in den sogenannten Cafézimmern einen Zufluchtsort.

„Diese Zimmer sind eine Sackgasse, aus der man ohne die Hilfe anderer nur selten herauskommt“, ärgert sich José, 53, der nun seit mehr als einem Jahr in Räumlichkeiten über einer Kneipe in Luxemburg-Stadt lebt: „Bei uns wohnen nur Ausländer, der Großteil sind Portugiesen ...

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