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„Zeltik“-Festival zog die Massen an
Carlos Núñez: „El País“ nannte ihn „The New King of the Celts“. Er selbst sagt bescheiden über sich: „Ich spiele keltische Musik mit Leidenschaft“.

„Zeltik“-Festival zog die Massen an

Foto: Marc Lazzarini
Carlos Núñez: „El País“ nannte ihn „The New King of the Celts“. Er selbst sagt bescheiden über sich: „Ich spiele keltische Musik mit Leidenschaft“.
Lokales 2 Min. 23.04.2012

„Zeltik“-Festival zog die Massen an

Kaum zu glauben: Am Wochenende ging zum 15. Mal in Düdelingen das „Zeltik“-Festival über die Bühne. Für diesen runden Geburtstag konnten die Veranstalter unter anderem Celtic-Folk-Star Carlos Núñez verpflichten.

(ham/rsd) - Kaum zu glauben: Am Wochenende ging zum 15. Mal in Düdelingen das „Zeltik“-Festival über die Bühne. Für diesen runden Geburtstag konnten die Veranstalter unter anderem Celtic-Folk-Star Carlos Núñez verpflichten. Er trat am Freitag mit dem weltbekannten Gitarristen Dan Ar Braz und vielen anderen Stargästen auf.

„Wäre es möglich, mit traditioneller Musik und Instrumenten wie Blöckflöte und Dudelsack ein Popstar zu werden, so wäre Carlos der Mann, dem das gelingen könnte“, schrieb einst die Los Angeles Times über die außergewöhnliche Karriere des Carlos Núñez. Seine Auftritte gleichen einem musikalischen Feuerwerk und versprühen Lebensfreude pur. Auch am Freitag zog er das Publikum vom ersten Ton an wieder in seinen Bann – mal melancholisch und anrührend, mal leidenschaftlich und temperamentvoll.

Núñez – eines der Aushängeschilder der keltischen Musik – ist in Düdelingen ein gern gesehener Gast: Zuletzt trat er 2009 auf dem Festival auf und sorgte für eine Bombenstimmung. Im Ausland füllt er bei seinen Auftritten ganze Fußballstadien, auf der Place Fohrmann in Düdelingen brachte er das gut gefüllte Festzelt zum Kochen. Aus Schottland reisten am Freitagabend Skerryvore an.

Dass die Newcomerband auf dem guten Weg ist, sich einen guten Namen in der Szene zu machen, davon konnten sich die Zeltik-Fans überzeugen. Die Künstler griffen bei ihrem Auftritt auf traditionelle schottische Instrumente wie Dudelsack, Akkordeon und Violine zurück und würzten die klassischen Töne mit einer guten Portion Rock. Die Rapparees hingegen sind in Irland zu Hause und werden gerne mit den legendären Dubliners verglichen. 

Mehr als 2 000 Besucher

Zum Repertoire gehörten traditionelle Melodien, in die moderne Elemente einflossen. Keine Unbekannten in Düdelingen sind auch Yew, die bereits im vergangenen Jahr bei der Fête de la musique einen guten Eindruck hinterlassen konnten. Sligo aus dem Elsass und Lothringen sowie die „Luxembourg Pipe Band“ vervollständigten das Line-up am Freitag.

Zum Auftakt der keltischen Tage hatte sich am Donnerstag bereits das Duo Contrario zur „Celtic Prelude“ in der Pfarrkirche eingefunden. Das Konzert für Orgel, schottischer Dudelsack und Bombarde wurde von den Düdelinger Orgelfreunden organisiert.

Die Feuerwehr hingegen stand Pate für den traditionellen Feuerwehrball am Samstag. Für gute Stimmung im Festzelt sorgten dieses Jahr die Hermes House Band und die DJs Hoffi-Zambezi. Das „Zeltik“, ein Begriff, der sich aus „Zelt“ und „Celtic“ zusammensetzt, hat sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz in der entsprechenden Branche ergattern können.

Für Freunde der keltischen Musik ist das Volksfest ein Muss. So dürften sich auch dieses Jahr wieder mehr als 2 000 Fans in Düdelingen eingefunden haben.


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