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Zehn Jahre Haft gegen Ex-Lehrer gefordert
Lokales 27.11.2019

Zehn Jahre Haft gegen Ex-Lehrer gefordert

Das Urteil ergeht am 15. Januar.

Zehn Jahre Haft gegen Ex-Lehrer gefordert

Das Urteil ergeht am 15. Januar.
Foto: Pierre Matgé
Lokales 27.11.2019

Zehn Jahre Haft gegen Ex-Lehrer gefordert

Jahrelang hatte er minderjährige Jungen angeschrieben und sie für sexuelle Dienste bezahlt. Nun soll ein ehemaliger Sekundarschullehrer ins Gefängnis.

(SH) - Jahrelang hatte er minderjährige Jungen auf einer Datingplattform für homosexuelle Männer im Internet angeschrieben, mit ihnen Fotos ausgetauscht und sie für sexuelle Dienste bezahlt. Nun soll ein 46-jähriger ehemaliger Lehrer und Direktionsbeauftragter des Lycée technique de Bonnevoie für zehn Jahre hinter Gittern. Dies forderte zum Abschluss des Prozesses zumindest der Vertreter der Staatsanwaltschaft.

Er sprach von einem Sexualverbrecher, der auf Datingwebseiten gejagt habe und auf dessen Konto in fünf Jahren mindestens 14 Opfer, die identifiziert werden konnten, gegangen seien.


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Ex-Lehrer wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht
Mit 13 Jungen soll er Geschlechtsverkehr gehabt haben, zehn davon wurden bezahlt. Nun muss sich ein 46-jähriger Mann vor Gericht verantworten.

Da mindestens einer der Jungen zum Tatzeitpunkt jünger als 16 Jahre und somit sexuell nicht mündig war, sei der Tatbestand der Vergewaltigung erfüllt. Als Sekundarschullehrer hätte der Beschuldigte in der Lage sein müssen, einen Unterschied zwischen einem Jugendlichen im Alter von 16, 18 oder 20 Jahren zu machen. Sein eigenes sexuelles Verlangen sei ihm aber wichtiger gewesen.

Mehrere Gesetzesverstöße

Zudem sei die Vergewaltigung nur einer der Gesetzesverstöße, deren sich der Angeklagte schuldig gemacht habe. Hinzu kommen das Grooming – der Umstand dass eine volljährige Person einem Minderjährigen unter 16 sexuelle Angebote unterbreitet –, das Verbreiten von pornografischen Nachrichten an Minderjährige und der Besitz von pädopornografischen Bildern. Weiter soll der Angeklagte Minderjährige dazu ermutigt haben, sich zu prostituieren und sie für die sexuellen Dienste bezahlt haben.


Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt.
Missbrauch-Prozess: Angeklagter will Verantwortung übernehmen
Ein ehemaliger Lehrer steht wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht. Er zeigt sich einsichtig und will Verantwortung für das Geschehene übernehmen.

Für den Tod jenes Jungen, der sich im Sommer umgebracht hatte, sei der Beschuldigte unterdessen nicht direkt verantwortlich.

Der Verteidiger des Beschuldigten sprach sich für eine mildere Strafe aus, die zum Teil zur Bewährung ausgesetzt werden solle.

Die Kriminalkammer gibt ihr Urteil am 15. Januar bekannt.


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