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Zehn Fortbewegungsmittel, um das Großherzogtum zu entdecken
Lokales 6 Min. 21.08.2021
Freizeittipps fürs Wochenende

Zehn Fortbewegungsmittel, um das Großherzogtum zu entdecken

Fast wie in den Bergen: der Sessellift in Vianden.
Freizeittipps fürs Wochenende

Zehn Fortbewegungsmittel, um das Großherzogtum zu entdecken

Fast wie in den Bergen: der Sessellift in Vianden.
Foto: Sophie Hermes
Lokales 6 Min. 21.08.2021
Freizeittipps fürs Wochenende

Zehn Fortbewegungsmittel, um das Großherzogtum zu entdecken

Diesmal laden wir zu einer Tour durch Luxemburg mit verschiedenen Fahrzeugen ein - vom Sessellift über die Standseilbahn bis zum Solarboot.

(SH/DL) - Luxemburg kann man auf vielerlei Hinsicht entdecken - warum nicht mit verschiedenen Fortbewegungsmitteln? Egal ob auf dem Wasser oder an Land, auf Schienen oder in luftiger Höhe: Das Großherzogtum bietet mehr Abwechslung, als man vielleicht denkt, und einige unserer Beispiele sind sogar kostenlos nutzbar.

 1. Der Sessellift

Über 160 Höhenmeter hinauf zur Bergstation "Lampendelt" führt der Sessellift. Von oben bietet sich einem eine wundervolle Aussicht.
Über 160 Höhenmeter hinauf zur Bergstation "Lampendelt" führt der Sessellift. Von oben bietet sich einem eine wundervolle Aussicht.
Foto: Sophie Hermes

Er sorgt nicht nur bei Touristen, sondern auch bei Einheimischen für ein gewisses Urlaubsfeeling: der Sessellift in Vianden. In rund fünf Minuten Fahrtzeit führt er die Gäste von der Talstation am Ufer der Our 160 Höhenmeter hinauf zur Bergstation „Lampendelt“. Dort lädt eine Gaststätte zum Verweilen ein. Wer es sportlicher mag, findet hier auch Wanderwege vor. Dennoch lohnt es sich, den Sessellift auch für die Abfahrt zu nutzen: Hierbei bieten sich den Fahrgästen nämlich beeindruckende Ausblicke. Bis Ende August ist der Sessellift am Wochenende von 10 bis 19 Uhr in Betrieb und an Wochentagen von 11 bis 18 Uhr. Vom 1. September an fährt er am Wochenende von 10 bis 18 Uhr und an Wochentagen von 11 bis 17 Uhr. Tickets gibt es vor Ort.

2. Der Funiculaire

In einer Art Unterführung kreuzen sich die Bahnen. Insgesamt ist die Strecke rund 200 Meter lang.
In einer Art Unterführung kreuzen sich die Bahnen. Insgesamt ist die Strecke rund 200 Meter lang.
Foto: Guy Jallay

Ein weiteres Fortbewegungsmittel, das viele wohl in erster Linie vom Urlaub in den Bergen kennen: die Standseilbahn. Doch seit Dezember 2017 hat auch Luxemburg seinen Funiculaire, in 63 Sekunden verbindet er den Zughalt Pfaffenthal mit dem Kirchberg-Plateau. Der von der CFL betriebene Funiculaire besteht aus zwei voneinander unabhängigen Bahnen mit jeweils zwei Kabinen. Unterwegs geht es für sie unter einer Art Tunnel hindurch, wo sich die jeweils zwei zusammengehörenden Kabinen kreuzen. Jede Kabine bietet Platz für bis zu 168 Fahrgäste. Insgesamt beträgt die Strecke 200 Meter, der Höhenunterschied liegt bei 40 Metern. Oben angekommen, können die Passagiere auf die Tram umsteigen. Die Fahrt mit dem Funiculaire ist für die Passagiere kostenlos.

3. Der Pfaffenthal-Lift

Von der Glasfront am Ende des Ganges aus bietet sich einem ein toller Blick über das Tal und das Kirchberg-Plateau.
Von der Glasfront am Ende des Ganges aus bietet sich einem ein toller Blick über das Tal und das Kirchberg-Plateau.
Foto: Chris Karaba

Von der Oberstadt ins Pfaffenthal – oder doch lieber vom Pfaffenthal in die Oberstadt? Egal, den schönen Ausblick gibt es so oder so. Und warum nicht gleich hin und zurück? Los geht es im hauptstädtischen Parc Pescatore, wo sich der Zugang zum 2016 eröffneten Panoramaaufzug befindet. Über eine schmale Fußgängerbrücke geht es zum Lifteingang. Aber bitte nicht sofort einsteigen, sondern zunächst die fantastische Aussicht genießen. Die Fensterfront am Ende des Ganges bietet einen tollen Blick über das Tal und auf die Skyline von Kirchberg. Wer schwindelfrei ist, wird sich sicher auch auf den Glasboden wagen. Mit dem Lift geht es nun hinunter ins Tal. 2,5 Meter legt der Aufzug in der Sekunde zurück. Die Fahrt mit dem Panoramaaufzug ist folglich kurz – nach knapp 30 Sekunden sind die 65 Meter Höhenunterschied bewältigt und der Ausflug vorbei. Die gute Nachricht: Auf- und abfahren darf man, so oft man möchte, mitfahren darf man auch hier kostenlos.

4. Das Solarboot

Das Solarboot nimmt seine Besucher bis in die Nebenarme des Obersauerstausees mit.
Das Solarboot nimmt seine Besucher bis in die Nebenarme des Obersauerstausees mit.
Foto: ont

Weniger standhaft geht es auf dem nächsten Fortbewegungsmittel her. Denn wir begeben uns auf das Wasser, genauer gesagt, auf den Obersauerstausee. Dort dreht das Solarboot bis Ende August noch dreimal am Tag seine zweistündige Runde und erlaubt es den Besuchern, Luxemburgs größtes Trinkwasserreservoir aus einer neuen Perspektive zu entdecken. Tickets für die Tour müssen im Vorfeld über die Webseite des Naturparks Öewersauer (Tel. 8993-311, info@naturpark-sure.lu) gebucht werden. Vom 1. September an fährt das Boot nur noch einmal täglich.

5. Die MS Marie-Astrid

Es muss nicht immer das offene Meer sein: Die MS Marie-Astrid fährt über die Mosel.
Es muss nicht immer das offene Meer sein: Die MS Marie-Astrid fährt über die Mosel.
Foto: Julian Pierrot

Wir bleiben auf dem Wasser, begeben uns aber Richtung Südosten, auf das Ausflugsschiff MS Marie-Astrid. Hier sind die Menschen an der richtigen Adresse, die immer schon einmal auf dem Wasser speisen wollten, dafür aber keine mehrtägige Kreuzfahrt in Kauf nehmen wollten. Die MS Marie-Astrid fährt denn auch nicht auf dem offenen Meer, sondern auf der heimischen Mosel mit Blick auf Weinberge, Hügel, Wälder und Ortschaften. Der genaue Zeitplan ist der Webseite der Entente touristique de la Moselle Luxembourgeoise zu entnehmen.

6. Der Train 1900

Wie in vergangenen Zeiten zirkuliert der Train 1900 zwischen Fond-de-Gras und Petingen.
Wie in vergangenen Zeiten zirkuliert der Train 1900 zwischen Fond-de-Gras und Petingen.
Foto: Gerry Huberty

Einst wurde auf der Ligne des Minières zwischen Petingen und dem Fond-de-Gras Eisenerz abtransportiert. Heute werden Besucher auf dieser Strecke im Train 1900 auf eine wahre Zeitreise mitgenommen. Zusätzlich zum Train 1900 fährt im Minett Park auch noch die Grubenbahn „Minièresbunn“, dies in Richtung Lasauvage, wo ein altes Bergwerk besichtigt werden kann. Bis Ende September sind jeweils sonntags und an Feiertagen mehrere Fahrten geplant. Tickets können vor Ort erworben werden.

7. Der Pétrusse Express

Der Pétrusse Express führt durch die Altstadt.
Der Pétrusse Express führt durch die Altstadt.
Foto: Lex Kleren

Er hat bereits Hunderte von Kinderaugen zum Strahlen gebracht. Der Pétrusse Express – vielen schlicht und einfach als Zichelchen bekannt – in der Hauptstadt.  Auf seiner Route durch die Altstadt weiß er aber nicht nur Kinder zu überzeugen. Auch Erwachsene können sich in dem Zichelchen zurücklehnen und ganz bequem die symbolischen Orte des ehemaligen „Gibraltars des Nordens“ erkunden.  Die Abfahrt erfolgt in der Montée de Clausen. Für die 45-minütige Tour sind Audioguides erhältlich. Wem der Pétrusse Express nicht reicht, kann seit diesem Sommer auch Vianden mit einem Zichelchen besuchen.

8. Die Tram

Über acht Kilometer geht es mit der Tram durch Luxemburg-Stadt. Mitfahren darf man kostenlos.
Über acht Kilometer geht es mit der Tram durch Luxemburg-Stadt. Mitfahren darf man kostenlos.
Foto: John Schmit

Seit fast vier Jahren fährt in Luxemburg-Stadt wieder eine Straßenbahn. Immer noch nicht mitgefahren? Also bitte, wer mitreden möchte, der muss sie auch ausprobieren! Los geht es an der Tramhaltestelle Luxexpo in Kirchberg, am Hauptbahnhof – oder irgendwo dazwischen. 15 Stationen fährt die Tram inzwischen an, und dabei geht es an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei – Museen in Kirchberg, dem Stadtpark, den Haupteinkaufsstraßen - und, ganz wichtig, der Fouer-Alternative „Fun um Glacis“, die am Samstag startet. Dort fährt übrigens auch unser nächstes Gefährt.

9. Die Achterbahn

"Fun um Glacis" wartet mit zwei Achterbahnen für Hartgesottene auf.
"Fun um Glacis" wartet mit zwei Achterbahnen für Hartgesottene auf.
Foto: Anouk Antony

Achterbahn fahren in Luxemburg? Ja, das geht in diesem Jahr auch ohne “richtige” Schueberfouer. “Fun um Glacis” nennt sich das Event, das von Samstag an und noch bis zum 12. September in der Hauptstadt über die Bühne geht, und mit von der Partie sind gleich zwei große Achterbahnen, und die sind nichts für schwache Nerven. Die Alpina Bahn war bereits im Jahr 2019 als imposanter Neuzugang auf dem Glacis zu Gast, dieses Jahr kehrt sie zurück. Sie erscheint in Begleitung: Erstmals kommt die Olympia-Looping ins Großherzogtum, und da ist der Name Programm, umfasst sie doch gleich fünf Loopings, die an die Olympia-Ringe erinnern. Wer den Glacis schon immer mal kopfüber bewundern wollte, ist hier also genau richtig.

10. Das Fahrrad

Das Vel'OH! eignet sich für eine Entdeckungstour durch die Hauptstadt.
Das Vel'OH! eignet sich für eine Entdeckungstour durch die Hauptstadt.
Foto: Guy Jallay

Wer lieber selber fährt, als sich fahren lassen will, kann unterdessen in vielen Ecken des Landes ein Fahrrad mieten. Rent a bike ist unter anderem an der Mosel, im Müllerthal und im Norden des Landes vertreten. Hinzu kommen Vel’OH! in der Hauptstadt und Vël’OK in Esch/Alzette. Das Gute daran: Die meisten Anbieter ermöglichen es, das Rad an einer anderen Stelle abzugeben, als an derjenigen, an der man es ausgeliehen hat. Demnach eignet es sich durchaus auch für längere Ausflüge, bei denen man anschließend bequem per Bus oder Bahn wieder nach Hause fährt.

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