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Zahl der Verkehrstoten steigt 2018 deutlich an
Lokales 2 Min. 10.05.2019

Zahl der Verkehrstoten steigt 2018 deutlich an

Zwischen Ulflingen und Drinklingen ereignete sich am 27. Dezember der letzte tödliche Verkehrsunfall des 
Jahres 2018. An der Unfallstelle wurde wenige Tage nach dem Unfall der verstorbenen 20-jährigen Fahrerin gedacht.

Zahl der Verkehrstoten steigt 2018 deutlich an

Zwischen Ulflingen und Drinklingen ereignete sich am 27. Dezember der letzte tödliche Verkehrsunfall des 
Jahres 2018. An der Unfallstelle wurde wenige Tage nach dem Unfall der verstorbenen 20-jährigen Fahrerin gedacht.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 10.05.2019

Zahl der Verkehrstoten steigt 2018 deutlich an

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
36 Menschen verloren im vergangenen Jahr auf Luxemburgs Straßen ihr Leben - elf mehr als noch im Vorjahr. Die Unfallursachen bleiben aber dieselben.

Für den 25-jährigen Mann kam jede Hilfe zu spät. Bei einer Frontalkollision mit einem anderen Auto verlor er am Mittwochabend sein Leben. Er hatte aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war auf der dreispurigen N7 zwischen Lipperscheid und Hoscheid auf die Gegenfahrbahn geraten. Die beiden Insassen des anderen Fahrzeuges wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht, der Mann erlag aber noch am Unfallort seinen Verletzungen. An diesem trüben, regnerischen Tag stieg die Zahl der Verkehrstoten in diesem Jahr auf fünf.

Auch wenn jeder von ihnen einer zu viel ist, deuten die Verkehrsstatistiken in diesem Jahr bislang auf eine durchaus positive Tendenz hin:  Denn noch vor einem Jahr zeichneten die Zahlen ein deutlich dramatischeres Bild.  Den LW-Statistiken zufolge waren am 10. Mai 2018 bereits 18 Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.

Traurige Bilanz

Dass 2018 ein schwarzes Jahr auf Luxemburgs Straßen war, bestätigen auch die offiziellen Zahlen des Mobilitätsministeriums, die am Freitag vorgestellt wurden. Im vergangenen Jahr haben 36 Menschen bei 31 Unfällen ihr Leben gelassen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein historisches Rekordtief von 25 Unfalltoten bei 24 Unfällen festgestellt wurde, ist dies eine Steigerung von 44, beziehungsweise 21 Prozent.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten auf Luxemburgs Straßen ist indes konstant geblieben (2017: 955; 2018: 947). 273 Personen erlitten dabei schwere Blessuren – sieben Prozent mehr als im Vorjahr (2017: 256).

In einem kleinen Land wie Luxemburg kann allerdings ein einzelner tödlicher Unfall bereits große Auswirkungen auf die Statistiken haben, betonte Ressortminister François Bausch am Freitag. So seien im vergangenen Jahr alleine bei zwei Unfällen sieben Menschen ums Leben gekommen.

In einigen Fällen hätten die dramatischen Folgen wohl allerdings vermieden werden können. Denn sechs Unfallopfer trugen keinen Sicherheitsgurt - unter ihnen auch ein Mann, der mit lediglich 54 km/h mit einem Baum kollidierte.

Rasen und gefährliches Verhalten

Die Hauptursachen der Unfälle bleiben aber dieselben. Nach wie vor gilt Rasen als Hauptursache bei tödlichen und schweren Unfällen. Bei 16 der Fälle mit Todesfolge war überhöhte Geschwindigkeit der Auslöser. Aber auch anderes gefährliches Fahrverhalten (9) wie riskante Überholmanöver, Alkohol (3) und Drogen (1) kosteten Menschen das Leben.


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Ein Viertel der Verkehrstoten (9) waren Motorradfahrer. Die Zahlen der tödlich verunglückten Biker hat sich in den vergangenen Jahren nicht verbessert. Erst kürzlich hat das Mobilitätsministerium eine Informationskampagne in diesem Zusammenhang gestartet. Zudem sollen Maßnahmen wie spezielle Straßenmarkierungen zu mehr Verkehrssicherheit beitragen. Sie sind Teil eines umfassenden Aktionsplans für Verkehrssicherheit der am kommenden Montag vorgestellt wird.

Am Freitag wurde erstmals auch ein Bericht der Administration des enquêtes techniques vorgestellt. Durch eine Gesetzesänderung im Jahr 2017 befasst sich die Behörde nun neben Flugzeug-, Schiff- und Eisenbahnunglücken nun auch mit Verkehrsunfällen. Die Beamten haben die einzelnen Unfälle im Detail analysiert und anschließend anhand der Ergebnisse konkrete Vorschläge für die Verbesserung der Verkehrssicherheit ausgearbeitet.


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Lokales, Tödliche Unfälle 2018, gefährliche Strassenabschnitte, häufige Unfälle. hier:Strecke Grosbous-Lehrhof. Leierhaff.Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
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