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Zahl der Verkehrstoten erreicht 2017 Rekordtief
Lokales 30.05.2018

Zahl der Verkehrstoten erreicht 2017 Rekordtief

Für fünf Verkehrsteilnehmer endete 2017 ein Zusammenstoß mit einem Baum tödlich.

Zahl der Verkehrstoten erreicht 2017 Rekordtief

Für fünf Verkehrsteilnehmer endete 2017 ein Zusammenstoß mit einem Baum tödlich.
Foto: Lex Kleren / LW-Archiv
Lokales 30.05.2018

Zahl der Verkehrstoten erreicht 2017 Rekordtief

25 Menschen kamen im vergangenen Jahr durch Verkehrsunfälle ums Leben, 256 wurden schwer verletzt. Von der Vision zéro ist Luxemburg derzeit noch weit entfernt, dennoch erreicht die Zahl der Verkehrstoten 2017 ein historisches Tief.

(m.r.) - 25 Menschen haben im vergangenen Jahr auf Luxemburgs Straßen ihr Leben verloren. 256 Personen erlitten zudem schwere Verletzungen. Von der Vision zéro - sprich weder Tote noch schwer verletzte Personen durch Verkehrsunfälle - ist Luxemburg derzeit noch weit entfernt. Dennoch liegt die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr auf einem Rekordtief. Dies geht aus der Unfallbilanz für das Jahr 2017 des Infrastrukturministeriums hervor.

Im Vergleich zu 2016 (32) ist die Zahl der Todesopfer um 22 Prozent gesunken. Zwischen 2013 (45) und 2017 lässt sich sogar ein Rückgang von mehr als 40 Prozent verzeichnen.


Tempo 30 ,30er Zone,Dreissiger Zone,Strasse,Verkehr.Tempolimit. Foto:Gerry Huberty
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Fast die Hälfte der schwer verletzten und verstorbenen Verkehrsteilnehmer (47 Prozent), die vergangenes Jahr gezählt wurden, waren Autofahrer. Bei etwa einem Viertel (26 Prozent) handelte es sich um Motorradfahrer. Aber auch 41 Fußgänger waren in schwere respektive tödliche Unfälle verwickelt. Sie machen somit 16 Prozent der betroffenen Verkehrsteilnehmer aus.

Überhöhtes Tempo, Alkohol und Drogen

Rasen gilt immer noch als die Hauptursache bei tödlichen und schweren Unfällen. Bei elf der Fälle mit Todesfolge war überhöhte Geschwindigkeit der Auslöser. Aber auch Drogen- (5) und Alkoholkonsum (4) gelten wie in den vergangenen Jahren als Hauptursachen.

Um die Situation auf Luxemburgs Straßen weiter zu verbessern, soll Ressortminister François Bausch zufolge weiter auf präventive Maßnahmen gesetzt werden. Unter anderem soll eine Studie nun die Installation weiterer Radargeräte, wie etwa Ampelradars, überprüfen. Die Ergebnisse sollen bis Ende des Jahres ausgewertet werden.


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