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Zahl der Geburten in Luxemburg rückläufig
Lokales 2 Min. 01.03.2019 Aus unserem online-Archiv

Zahl der Geburten in Luxemburg rückläufig

Obwohl die Anzahl an Mehrlingsgeburten gestiegen ist, sind im Großherzogtum weniger Babys zur Welt gekommen.

Zahl der Geburten in Luxemburg rückläufig

Obwohl die Anzahl an Mehrlingsgeburten gestiegen ist, sind im Großherzogtum weniger Babys zur Welt gekommen.
Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 01.03.2019 Aus unserem online-Archiv

Zahl der Geburten in Luxemburg rückläufig

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
In Luxemburg kommen weniger Babys zur Welt. Wenn Frauen dann schwanger sind, verzichten sie allerdings immer mehr auf Zigaretten und Alkohol - das geht aus einem am Freitag vom Gesundheitsministerium veröffentlichtem Bericht in Zusammenarbeit mit dem Luxembourg Institute of Health (LIH) hervor.

Im Großherzogtum werden wieder weniger Kinder geboren. Waren es 2014 noch die Höchstmarke von 6.997 Geburten, sank die Zahl 2015 auf 6.889 und 2016 auf nur noch 6.855 Geburten im Jahr. Insgesamt 32,2 Prozent dieser Kinder kamen per Kaiserschnitt zur Welt – das geht aus einem Bericht des Gesundheitsministeriums in Zusammenarbeit mit dem Luxembourg Institute of Health (LIH) hervor.

Im Vergleich zum letzten, in 2016 veröffentlichten Bericht, sind somit 2,2 Prozent weniger Babys zur Welt gekommen. Und das obwohl die Anzahl der Mehrlingsgeburten steigt. Statistisch gesehen handelt es sich bei 22 von 1.000 Entbindungen um Mehrlingsgeburten. Damit gehört das Großherzogtum laut Gesundheitsministerium nun zu den Ländern mit einer hohen Mehrlingsgeburtenrate. Insgesamt 41,7 Prozent dieser Geburten sind allerdings das Ergebnis einer künstlichen Befruchtung.

Die am Freitag veröffentlichte Studie thematisiert die Gesundheit von schwangeren Frauen und ihren Babys in der perinatalen Zeit – also kurz vor, während und nach der Geburt. Die Zahlen beziehen sich auf alle Frauen, die im Zeitraum zwischen 2014 und 2016 ein Baby zur Welt gebracht haben.

Rauchen in der Schwangerschaft

In Punkto Gesundheit zeichnet sich dabei eine positive Entwicklung ab: Immer weniger werdende Mütter rauchen laut Gesundheitsministerium während ihrer Schwangerschaft. So gaben immerhin 13,4 Prozent der Frauen an, während der ersten drei Monate der Schwangerschaft trotz Baby täglich oder zumindest gelegentlich zu rauchen. Im letzten Bericht waren es noch 15,7 Prozent.


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Jede fünfte werdende Mutter hat laut den aktuellen Zahlen während der ersten drei Monate der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufgehört. Allerdings soll man sich laut Gesundheitsministerium mit dieser positiven Entwicklung nicht zufrieden geben, denn die Dunkelziffer an Frauen, die trotz Baby rauchen, sei wahrscheinlich höher. In dem Zusammenhang wird vor den schädlichen Auswirkungen von Tabak gewarnt.

Besser sieht es bei dem Umgang mit Alkohol aus: So geben nur 0,2 Prozent an, während der Schwangerschaft täglich Alkohol oder andere Rauschmittel konsumiert zu haben.

Gute Rundumversorgung

Die positiven Tendenzen lassen sich möglicherweise darauf zurückführen, dass Schwangere in Luxemburg gut rundum versorgt sind. So lassen sich 99,7 Prozent der werdenden Mütter in der Schwangerschaft von medizinischem Fachpersonal begleiten, rund 90 Prozent gleich von Beginn der Schwangerschaft an. 


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