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Zahl der Aids-Infektionen bleibt auch 2016 hoch
Lokales 29.11.2016 Aus unserem online-Archiv
84 neue HIV-Fälle seit Jahresbeginn

Zahl der Aids-Infektionen bleibt auch 2016 hoch

Das HIV-Virus ist in Luxemburg keineswegs auf dem Rückmarsch.
84 neue HIV-Fälle seit Jahresbeginn

Zahl der Aids-Infektionen bleibt auch 2016 hoch

Das HIV-Virus ist in Luxemburg keineswegs auf dem Rückmarsch.
FOTO: AFP
Lokales 29.11.2016 Aus unserem online-Archiv
84 neue HIV-Fälle seit Jahresbeginn

Zahl der Aids-Infektionen bleibt auch 2016 hoch

Marc THILL
Marc THILL
Die Jahreszahl der Neuinfektionen durch das HIV-Virus wird aller Voraussicht nach knapp unter den Rekordzahlen von 2014 und 2015 liegen, so das Gesundheitsministerium. Am meisten getroffen hat es 2016 nicht die Zielgruppen, von denen man oftmals glaubt, sie seien am meisten dem Risiko ausgesetzt.

(mt) - Derzeit leben etwa 1.100 Personen in Luxemburg mit dem HIV-Virus. Seit Jahresbeginn - Zählung bis zum 15. November - kamen 84 Neuinfektionen hinzu. 63 Männer und 21 Frauen haben sich in der Zeitspanne mit dem Virus infiziert. Diese Zahlen hat das Gesundheitsministerium am Dienstag im Vorfeld des Welt-Aids-Tages am kommenden Donnerstag bekannt gegeben.

Aller Voraussicht nach wird die Gesamtzahl der Neuinfektionen für das Jahr 2016 bei etwa 93 liegen. Damit wird diese Zahl nur knapp unter den traurigen Rekordzahlen von 2014 (97 Neuinfektionen) und 2015 (94 Neuinfektionen) liegen.

Neuinfektionen bei Drogenkonsumenten beängstigend

Die Infektionsquote ist demnach trotz der regelmäßigen Aufklärungskampagnen immer noch sehr hoch. Die vom Gesundheitsministerium erfassten Zahlen zeigen, dass der heterosexuelle Geschlechtsverkehr 2016 die meisten AIDS-Infektionen hervorgerufen hat. Es folgen der gleichgeschlechtliche Sexualverkehr und der Drogenkonsum, dies insbesondere in der Altersgruppe von 26 bis 35 Jahren. Der Zuwachs in dieser letzten Risikogruppe sei sehr beängstigend, so das Ministerium.

Weltweit ging die Zahl der Neuinfektionen in den Jahren 2000 bis 2015 um 35 Prozent zurück. Die Zahl der Todesfälle ging in dieser Spanne noch stärker zurück, sie schrumpfte um 42 Prozent. 7,8 Millionen Menschenleben konnten gerettet werden.



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