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"Youth for Climate" läuft sich für den zweiten Protest warm
Bei dem ersten "Fridays for Future" Streik nahmen laut "Youth for Climate" 15.000 Schüler teil. Die Polizei sprach von 7.500 Teilnehmern.

"Youth for Climate" läuft sich für den zweiten Protest warm

Foto: Gerry Huberty
Bei dem ersten "Fridays for Future" Streik nahmen laut "Youth for Climate" 15.000 Schüler teil. Die Polizei sprach von 7.500 Teilnehmern.
Lokales 8 4 Min. 21.05.2019

"Youth for Climate" läuft sich für den zweiten Protest warm

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Am Freitag ist wieder so weit: Luxemburgs Jugend geht erneut für den Klimaschutz auf die Straße.

Am 24. Mai, zwei Tage vor der EU-Wahl, treffen sich Schüler, Studenten und andere Klima-Aktivisten um 15 Uhr auf der Place de L'Europe in Kirchberg, um für eine grünere Welt zu demonstrieren. Die Demonstranten haben unter anderem angekündigt, den Pont Grande-Duchesse-Charlotte im Zuge der "Occupy for Climate"-Demo besetzen zu wollen.


TOPSHOT - Students take part in a march for the environment and the climate o, in Brussels, on February 21, 2019. - Greta Thunberg, the 16-year-old Swedish climate activist who has inspired pupils worldwide to boycott classes, urged the European Union on February 21, 2019 to double its ambition for greenhouse gas cuts. (Photo by EMMANUEL DUNAND / AFP)
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Auch diesmal wird der Protest in Luxemburg-Stadt wieder von "Youth for Climate" veranstaltet. Seit des ersten "Fridays for Future" Schülerstreiks am 15. März hat sich die junge Organisation auch selbst verstärkt organisiert. Auf der Facebook-Seite der Veranstalter findet man seit Dienstag neben zahlreichen Ankündigungen für Organisations-Meetings auch eine Reihe von Forderungen, die "Youth for Climate" an die Bürger Luxemburgs, die Regierung und die EU stellt.

Die Organisatoren der "Occupy for Climate"-Demo fordern unter anderem, dass Wähler in den anstehenden Europawahlen für Klimaschutz wählen und dies zu einer Priorität machen. "EU-Wahlen sind Klima-Wahlen", heißt es in dem Facebook-Beitrag.

Von der EU und der luxemburgischen Regierung fordert "Youth for Climate" außerdem, dass der Klima-Notstand ausgerufen und ein "Green New Deal" ausgearbeitet wird. In einer dritten Forderung rufen sie die Europäische Zentralbank dazu auf, nicht länger in fossile Brennstoffe zu investieren, sondern anstelle dessen alternative Lösungen zu unterstützen.  

Um auf die zweite große Klima-Demo am 24. Mai aufmerksam zu machen, hat "Youth for Climate" am Montag bereits eine kleine Aufwärm-Veranstaltung auf der Place d'Armes organisiert. Dort trafen sich ab 17 Uhr junge Leute zur "Chalk Spray Action", um mit bunter (und biologisch abbaubarer) Kreidefarbe auch visuell ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen und die Werbetrommel für kommenden Freitag zu rühren.

Wie die "Youth for Climate"-Bewegung bereits seit einigen Wochen ankündigt, plant die Organisation diesmal, "ziviles Ungehorsam" auf der "Occupy for Climate"-Protestaktion am Freitag walten zu lassen. In dem Sinne haben die Veranstalter das Bildungsministerium für ihren zweiten großen Schülerstreik nicht darum gebeten, Schüler an dem Tag vom Unterricht freizustellen. Bei der ersten Protestaktion am 15. März hatte das Ministerium den Schüler für den Tag frei gegeben.


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Auf Nachfrage bestätigte eine Pressesprecherin des zuständigen Ministeriums vergangene Woche, dass versucht wurde mit der Organisation Kontakt aufzunehmen, um die Modalitäten des Streiks zu klären. Ein Treffen sei aber abgelehnt worden. Auch den Medien will "Youth for Climate" erst nach dem Streik wieder Interviews geben.

Auch wenn bei der Klimademo am 24. Mai ausdrücklich für ziviles Ungehorsam geworben wird, betonen die Veranstalter, dass der Streik "friedlich und gewaltlos" ablaufen soll. Aus diesem Grund luden "Youth for Climate" und "Rise for Climate Luxembourg" am Sonntag auf ein "Civil Disobedience Training" unter der Leitung der internationalen Klimaschutz-Organisation 350.org ein.  

Seit Samstag hat "Youth for Climate" übrigens auch eine eigene Webseite, auf der sich die Organisation vorstellt und zur Teilnahme an der Klimademo am Freitag aufruft: "Jeder ist eingeladen mitzumachen. Diese Bewegung ist nicht nur für Schüler und Studenten, sondern auch für Eltern, Lehrer, Arbeiter und jeden, der in und um Luxemburg lebt." Außerdem können sich Demonstranten hier Plakatschablonen ausdrucken und Geld für den Protest spenden.

Auf ihrer brandneuen Internetseite veröffentlichten die Organisatoren von "Youth for Climate" am Samstag auch eine Pressemitteilung:


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