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Ein Brandstifter, ein Tierschützer auf Irrwegen und ein Anwalt
Lokales 16.10.2021
Gerichtschronik der Woche

Ein Brandstifter, ein Tierschützer auf Irrwegen und ein Anwalt

Gerichtschronik der Woche

Ein Brandstifter, ein Tierschützer auf Irrwegen und ein Anwalt

Grafik: Sabina Palanca
Lokales 16.10.2021
Gerichtschronik der Woche

Ein Brandstifter, ein Tierschützer auf Irrwegen und ein Anwalt

Maximilian RICHARD
Maximilian RICHARD
Jeden Samstag werfen die Gerichtsreporter des „Luxemburger Wort“ einen ganz persönlichen Blick auf die Prozesse der vergangenen Woche. Welche Verfahren haben sie begleitet? Was hat sie besonders berührt, was hat sie gar gestört? Der etwas andere True-Crime-Wochenrückblick.

(m.r.) - Gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht: So kann man wahrscheinlich eine Aktion des Remicher Gemeinderats und Gründer der Tierschutzorganisation, Daniel Frères, zusammenfassen. Der Mann musste sich vor Gericht verantworten, da er einer Frau, mutmaßlich mit unlauteren Mitteln, ihren verletzten Hund  abgenommen haben soll. 


763 Mal wurden Angeklagte in den vergangenen fünf Jahren zu Sozialstunden verurteilt. ⋌Foto: Lex Kleren
Tierschützer Frères wegen Abus de faiblesse angeklagt
Eine Aktion des Remicher Gemeinderatsmitglieds lief 2018 wohl aus dem Ruder. Davon ist die Staatsanwaltschaft überzeugt.

Doch damit nicht genug: Als die Frau die Polizei in Kenntnis setzte, soll sich der Mann alles andere als kooperativ verhalten haben. Die Anklagepunkte lauten Abus de confiance, Abus de faiblesse sowie Outrage envers les dépositaires de l'autorité ou de la force publique – in diesem Fall, wegen eines mutmaßlichen Versuchs einen Polizisten anzulügen.

Spiel mit dem Feuer

Es ist wohl die Ironie des Schicksals: Ein Geschäftsmann legt ein Feuer, um Versicherungszahlungen zu erhalten, nur um wegen einer unzureichenden Absicherung dann fast vollkommen leer auszugehen. So scheint es sich zumindest laut der Staatsanwaltschaft im Fall um ein Feuer im Juli 2015 in der hauptstädtischen Rue Jean Origer zugetragen haben. 

Hassan B. muss sich derzeit wegen Brandstiftung vor dem Bezirksgericht Luxemburg verantworten. Der Angeklagte selbst beteuert seine Unschuld. 

Die beiden ersten Verhandlungstage im Überblick

Vogel vor Gericht

Die derbe Wortwahl in einem offenen Brief an die Stadt Luxemburg im Jahr 2015 brachte Me Gaston Vogel auf die Anklagebank. Dem Anwalt wird Incitation à la haine vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Geldstrafe, er selbst streitet die Vorwürfe ab. 

Die beiden Verhandlungstage im Überblick:

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