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Wolf in Wintger nicht eindeutig nachgewiesen
Lokales 2 Min. 04.06.2021

Wolf in Wintger nicht eindeutig nachgewiesen

Aufgrund mangelnden DNA-Materials konnte der Wolf als Übeltäter nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Wolf in Wintger nicht eindeutig nachgewiesen

Aufgrund mangelnden DNA-Materials konnte der Wolf als Übeltäter nicht eindeutig nachgewiesen werden.
Foto: Shutterstock
Lokales 2 Min. 04.06.2021

Wolf in Wintger nicht eindeutig nachgewiesen

Vor drei Wochen wurde ein gerissenes Schaf gefunden. Mehrere Übeltäter kommen in Frage.

(TJ) - Der Schafsriss im Norden des Landes kann nicht eindeutig dem Wolf zugewiesen werden - ausschließen möchte man die Anwesenheit jedoch nicht.  Zu diesem Schluss kommt das Umweltministerium nach diversen Analysen.

Was war passiert?

Der Verdacht auf ein Raubtier in freier Wildbahn war aufgekommen, nachdem vor rund drei Wochen auf einer Weide in Wintger ein totes Schaf gefunden worden war. Die Bissspuren am Tier deuteten auf einen Wolfsangriff hin.


Im vergangenen Jahr hatte ein Wolf aus der mitteleuropäischen Flachlandpopulation Schafe bei Niederanven gerissen.
Schaf gerissen - Wolf gilt als möglicher Täter
Im Raum Wintger wurde ein Schaf gerissen. Der Wolf kann als Täter nicht ausgeschlossen werden. Genetische Untersuchungen wurden veranlasst.

Man entnahm dem bereits teilweise verwesten Kadaver Proben an den Rissstellen. Diese wurden am Senckenberg-Institut in Gelnhausen (D) untersucht, welches das Referenzlabor in diesem Bereich ist. Da der Kadaver bereits länger in der Sonne gelegen hatte, konnte jedoch wohl kein verwertbares DNA-Material mehr gesichert werden, sodass die Laboranalysen kein eindeutiges Resultat ergaben.

Fakten

Fest steht jedoch, dass das Tier entweder von einem Hund, einem Goldschakal oder einem Wolf getötet wurde. Der Wolf als Übeltäter wird nicht ausgeschlossen, so das Ministerium in einer Mitteilung am Freitag. Der geschädigte Schafshalter wird somit, wie es der Aktions- und Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Luxemburg in solchen Fällen vorsieht, zu 75 Prozent entschädigt. Dieser Plan sieht vor, das Land auf die Rückkehr des europaweit geschützten Wolfs vorzubereiten und den Umgang mit ihnen zu definieren. 

2017 wurde die Anwesenheit des Wolfs im Raum Garnich ein erstes Mal bestätigt, 2020 auch in Niederanven. Zudem gab es 2018 einen bestätigten Hinweis in der Nähe von Fouhren.

Im Prinzip scheue Tiere

Menschen sind durch das Tier nicht in Gefahr. Wölfe meiden in der Regel den direkten Kontakt. Begegnungen zwischen Mensch und Wolf sind daher äußerst selten, aber nicht unmöglich. In der Regel ziehen sich Wölfe zurück, sobald sie einen Menschen bemerken, können aber durchaus auch neugierig sein und den Menschen vor dem Rückzug erst einmal genauer mustern. 


Goldschakal in Luxemburg? Warten auf das Beweisfoto
Nach der Beobachtung eines möglichen Goldschakals in einem Wald bei Canach gehen bei der Naturverwaltung viele ähnliche Meldungen ein. Ein zweifelsfreier Beweis steht noch aus.

In der Broschüre „Wölfe in Luxemburg?“ findet man neben vielen anderen Informationen über den Wolf auch Verhaltensregeln, die man im Falle einer Begegnung mit dem Wolf einhalten sollte. Der Aktionsplan „Wolf“ sowie die Broschüre zu Verhaltensregeln sind gratis erhältlich bei der Naturverwaltung unter der Nummer (+352) 247-56600 sowie in den Besucherzentren der Verwaltung: Mirador in Steinfort, A Wiewesch in Manternach, Ellergronn in Esch-Alzette, Biodiversum in Remerschen und Burfelt bei Insenborn. Die Dokumente sind auch im Internet unter www.emwelt.lu zu finden.

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