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Wolf im Westen des Landes: Es bleibt beim Verdacht
Lokales 19.02.2019 Aus unserem online-Archiv

Wolf im Westen des Landes: Es bleibt beim Verdacht

Wolf im Westen des Landes: Es bleibt beim Verdacht

Foto: Vincent Vignon
Lokales 19.02.2019 Aus unserem online-Archiv

Wolf im Westen des Landes: Es bleibt beim Verdacht

Im Raum Koerich/Simmern hatte es im Dezember einen konkreten Hinweis auf die Anwesenheit eines Wolfes gegeben. Die genetische Analyse einer Urinprobe ergab jedoch kein Resultat: Es lag zu wenig Erbmaterial vor.

(SH) - Im Raum Koerich/Simmern hatte es am 16. Dezember vergangenen Jahres einen konkreten Hinweis auf die Anwesenheit eines Wolfes gegeben. Eine Urinprobe konnte damals sichergestellt werden, eine genetische Analyse im Senckenberg-Institut in Gelnhausen (D) ergab jedoch kein Resultat: Es lag zu wenig Erbmaterial vor.


Der Wolf ist wieder in Luxemburg.
DNS-Nachweis: Es war tatsächlich ein Wolf
Nun ist es offiziell: Die acht Schafe, die am 15. Juli zwischen Garnich und Holzem gerissen wurden, wurden zur Beute eines Wolfes, wie DNS-Analysen ergaben.

Wie die Naturverwaltung mitteilt, kann somit weder bestätigt, noch ausgeschlossen werden, dass ein Wolf im Raum Koerich/Simmern unterwegs war. In einem Waldgebiet waren am 16. Dezember vergangenen Jahres Spuren eines großen Hundeartigen auf etwa 400 Metern Länge im Schnee gefunden worden.

Die Naturverwaltung erinnert zudem daran, dass sämtliche Hinweise auf die Anwesenheit eines Wolfes gemeldet werden sollen, dies per E-Mail an: wolf@anf.etat.lu

Geschütztes Tier

Dass der Wolf wieder in Luxemburg präsent ist, gilt seit September 2017 als erwiesen. Nachdem am 15. Juli 2017 zwischen Holzem und Garnich mehrere Schafe gerissen worden waren, bestätigte eine DNA-Analyse, dass es der Wolf war. Somit wurde erstmals seit 124 Jahren die Präsenz eines Wolfes in Luxemburg nachgewiesen.

Der Wolf zählt europaweit zu den streng geschützten Tieren. In der Regel meiden sie den direkten Kontakt zum Menschen. Dennoch ist es nicht unmöglich, dass die Tiere den Menschen vor dem Rückzug erst einmal genauer mustern. Um sich auf die Rückkehr des Wolfes vorzubereiten, hat die Naturverwaltung einen Aktionsplan "Wolf" ausgearbeitet. Die Broschüre "Wölfe in Luxemburg" informiert darüber, wie man sich im Falle einer Begegnung mit einem Wolf verhalten soll. Sie kann bei der Naturverwaltung (Tel. 40 22 011) angefragt werden, ist in den Besucherzentren Mirador in Steinfort, A Wiewesch in Manternach, Ellergronn in Esch-Alzette, Biodiversum in Remerschen und Burfelt bei Insenborn erhältlich, ist jedoch auch im Internet zu finden.


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