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"Wir haben strikte Regeln"
Lokales 27.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Jagdverband zum Zwischenfall in Fentingen

"Wir haben strikte Regeln"

Für die Jäger gelten strikte Regeln. Unfälle in Luxemburg sind daher laut Jägerverband eher selten.
Jagdverband zum Zwischenfall in Fentingen

"Wir haben strikte Regeln"

Für die Jäger gelten strikte Regeln. Unfälle in Luxemburg sind daher laut Jägerverband eher selten.
Foto: Guy Wolff
Lokales 27.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Jagdverband zum Zwischenfall in Fentingen

"Wir haben strikte Regeln"

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Viele Fragen bleiben nach dem Zwischenfall am Samstag in Fentingen offen. Eine Frau erlitt schwere Gesichtsverletzungen nachdem sie von einer Kugel getroffen wurde. Wir haben beim Jagdverband nachgefragt.

(jag) - Die Umstände um den Zwischenfall am Samstag in Fentingen sind weiterhin unklar. Die Justiz untersucht zurzeit, wieso eine 48-jährige Frau auf ihre Hausterrasse von einem Geschoss getroffen wurde. Die Frau musste in Belgien notoperiert werden, ihr Kiefer ist zum Teil zertrümmert und mehrere Zähne wurden zerstört.

" Wegen der laufenden Untersuchung will ich mich nicht zum Fall selber äußern, allerdings haben wir strikte Sicherheitsauflagen. Deshalb wurde in den letzten Jahren auch kein Außenstehender bei einem Jagdunfall verletzt," so Marc Glesener, Sprecher des Jagdverbandes.

Bei der Jagd in Fentingen handelt es sich übrigens nicht um eine Treibjagd, die Saison beginnt erst am 15. Oktober. "Oft bestellen Landwirte die Jäger, um vor der Maisernte die Wildschweine aus den Feldern zu vertreiben," so Glesener. "Dies dürfte auch am Samstag in Fentingen der Fall gewesen sein." Die Jäger setzen dabei kein Schrot sondern Jagdmunition ein.

Keine Mindestdistanz

Es gibt zwar keine vorgeschriebene Mindestdistanz zu Wohngebieten, allerdings sind Schüsse in Richtung von Häusern und Wohnungen komplett untersagt. Zudem muss der Schuss immer "begraben" werden, das heißt, die Kugel muss von oben nach unten abgeschossen werden und am Ende ihrer Bahn im Boden landen. Zumindest muss ein Kugelfang vorhanden sein, der verhindert, dass das Geschoss unkontrolliert weiter fliegt. Schüsse über den Horizont sind dabei tabu.

"Abpraller sind dabei natürlich nie ganz zu vermeiden", so Glesener.

Die Naturverwaltung ist für die Ausstellung der Scheine zuständig, sollten Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, so kann diese die Scheine einziehen. "Das funktioniert ähnlich wie beim Führerschein," so Sandra Cellina von der Naturverwaltung."

 



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