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Winterbilanz von Meteolux: Trocken, sonnig und kalt
Für die Wetterexperten hat das Frühjahr bereits begonnen und auch die erste Vorboten lassen sich sehen.

Winterbilanz von Meteolux: Trocken, sonnig und kalt

Foto: Anouk Antony
Für die Wetterexperten hat das Frühjahr bereits begonnen und auch die erste Vorboten lassen sich sehen.
Lokales 2 Min. 04.03.2017

Winterbilanz von Meteolux: Trocken, sonnig und kalt

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Trocken, sonnig und kühl zeigte sich der Winter 2016/17. Dies ist der Bilanz des staatlichen Wetterdienstes zu entnehmen. Während der Winter für die Meteorlogen bereits beendet ist, erfolgt der kalendarische Frühjahrsanfang am 20. März.

(SH) - Fast hätte es der sehr trockene Winter 2016/17 in die Geschichtsbücher geschafft, am Ende sollte es nicht ganz reichen. 86,5 Liter Niederschlag pro Quadratmeter wurden zwischen dem 1. Dezember und dem 28. Februar an der Wetterstation des staatlichen Wetterdienstes Meteolux in Findel gemessen. Dies waren deren 17,5 Liter mehr, als im Winter 1963/64.

Dennoch belegt die vergangene Saison in der Rangliste der trockensten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1947 Rang zwei. Hierzu beigetragen hat vor allem der sehr trockene Dezember. Doch auch im Januar und im Februar fiel weniger Niederschlag als dies zu erwarten war. Zu erwarten waren dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 nach 226 Liter pro Quadratmeter. Insgesamt wurden in Findel im Winter 40 Niederschlagstage gemessen. Schneedeckentage gab es 17. Beide Werte liegen unter den Normalwerten von 48, resp. 23.

Trüber Februar

Doch der Winter 2016/17 war nicht nur trocken, er war auch recht sonnig. 211,8 Sonnenstunden in drei Monaten sind deren rund 37 mehr, als es das langjährige Mittel vermuten ließ. Oft musste die Sonne jedoch erst gegen den Nebel kämpfen: 38 Nebeltage wurden im vergangenen Winter verzeichnet, dies sind deren mehr als im Durchschnitt (31).

Zu der sonnigen Bilanz trug der Februar übrigens kaum bei. Im vergangenen Monat zeigte sich die Sonne nur an 56,9 Stunden. Zu erwarten waren jedoch 83,6 Stunden.

Und auch wenn es im Februar mit durchschnittlichen 4,1 Grad Celsius wärmer war als im langjährigen Schnitt, konnte dies nicht zu einem vergleichsweise warmen Winter verhelfen. Denn mit 1,3 Grad Celsius lag die mittlere Lufttemperatur an der Wetterstation in Findel um 0,1 Grad unter dem langjährigen Mittelwert. Am kältestes war es am 7. Januar mit -9,7 Grad, am wärmsten am 15. Februar mit 12,1 Grad. Eistage, an denen die maximale Lufttemperatur nicht über den Gefrierpunkt stieg, gab es elf (langjähriger Schnitt: 16), Frosttage, an denen die minimale Lufttemperatur unter den Gefrierpunkt sank 54 (langjähriger Schnitt: 51).

1. oder 20. März?

Auch wenn das aktuelle Wetter es kaum vermuten lässt, hat mit dem 1. März am Mittwoch für die Wetterexperten das Frühjahr begonnen. Wer sich nach kalendarischen Jahreszeiten richtet, muss sich hingegen bis zum Frühlingsanfang noch etwas gedulden. Dieser erfolgt nämlich erst am 20. März.

Dass sich die Jahreszeiten der Wetterexperten von den kalendarischen oder astronomischen Jahreszeiten unterscheiden, hat historische Gründe. Vor dem Computerzeitalter ließen sich Statistiken einfacher aufstellen, wenn volle Monate in Betracht gezogen wurden. So dauert der Winter für die Meteorologen von Dezember bis Februar, das Frühjahr von März bis Mai, der Sommer von Juni bis August und der Herbst von September bis November.

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